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Ganz einfach

Wenn Politiker mit behördlichen Instanzen statt mit Profis bauen, kommt es meistens zum Desaster, schreibt Bruno Bänninger aus Ins in seinem Leserbrief zum Thema Bärenpark.

Ganz einfachAusgabe vom 3. Juli «Volk muss 10 Millionen für das Debakel zahlen»

Wenn Politiker mit behördlichen Instanzen statt mit Profis bauen, kommt es meistens zum Desaster. Politiker als Bauherren projektieren und budgetieren zu oft leichtfertig. Diesmal spielte der böse Fels nicht mit. Der Unfaire versteckte sich viel tiefer als gehofft. Kommt es dann zum Desaster, folgen Schuldzuweisungen und selten eine Entschuldigung. Eigentlich unwichtig, denn am Schluss bezahlt immer der Bürger(in). Ob etwas gelernt wird? Solche Projekte müssen von Anfang an professionell mit allen denkbaren Worst-Case-Szenarien vorgelegt und dem Volk verkauft werden. Kommt es schlecht, fällt niemand aus den Wolken, sondern man lobt die Voraussicht. Kostet es weniger als budgetiert, weil der Worst Case nicht eintraf, freuen sich alle und loben die Verantwortlichen. Eigentlich einfach, oder? Trotz allen Politikerinnen und Behörden freuen wir uns mit den Bären am gelungenen Park und jetzt auch noch über das saubere Wasser im Bärenpool. Bruno Bänninger, Ins

Genauer hinschauenAusgabe vom 26. Juni «Türme werden eingepasst»

Beim Bärenpark und dem neuen Feuerwehrstützpunkt schreit die ganze Region nach Köpfen, die rollen müssen. Was passiert aber bei einer Bauzeitüberschreitung von 100 Prozent bei der Realisierung der (Lift-)Türme von Niederwangen, Gemeinde Köniz? Nichts, obwohl auch Bund und Kanton involviert sind. Kantonsstrasse, Autobahn- und Bahnüberführung unterliegen nicht dem Tiefbauamt der Gemeinde Köniz. Es werden fröhlich Steuergelder zum Fenster rausgeworfen und dies für ein Bauvorhaben, dessen Sinn und Notwendigkeit äusserst fraglich sind.

Nur zur Erinnerung: In Oberwangen ist es weiterhin nicht möglich in Züge der Linie S2 von Laupen nach Bern ein- bzw. auszusteigen, da der Perron nur über Treppen erreichbar ist. Offensichtlich ist noch eine Rampe zu teuer. Ueli Siegenthaler, Oberwangen b. Bern

Unsinniger FlugverkehrZum Thema Ozon und Luftschadstoffe

Die lieben Ozon- und Luftschadstoffwerte sind nun schon wieder seit Tagen zu hoch, und allgemeine Panik macht sich breit. Was tun? Der «brave» Bürger lässt bestimmt mit sich reden und liebt es, zu Fuss zur Arbeit zu gehen, mäht den Rasen gerne mit der Sense oder bucht die Ferien um, um auf unnötigen Flugverkehr zu verzichten.

Hier in Schwanden fliegt mir und meiner Familie die Schweizerische Luftwaffe Tag für Tag um die Ohren und belastet die Umwelt. Eine kleine Rechnung: Ein F/A-18 braucht wohl mindestens 6000 Liter pro Stunde. Wenn alle 33 Schweizer F/A-18 je rund hundert Stunden pro Jahr in der Luft sind, ergibt das insgesamt 54,65 Tonnen Kohlendioxid. Der jährliche Kohlendioxidausstoss der Hornet-Flotte entspricht also etwa den Treibhausgasen, die die Stadt Zug pro Jahr produziert. Die Behörden sollten also auch mal dort Tipps abgeben, wo das Echo relativ unangenehm ausfallen könnte, und nicht immer nur dem «braven» Bürger auf die Füsse treten. Oliver Heldstab, Schwanden bei Brienz

Es zeichnete sich abDiverse Ausgaben zum Thema Fichenaffäre

Nach der Polemik um die möglicherweise ins Auge gefasste Geiselbefreiung in Libyen lag es auf der Hand, dass es die blauäugigsten unter den Hinterbänklern im Nationalrat wieder einmal mit einer Fichenaffäre versuchen würden. Sicher hätten sie, so muss man fast annehmen, eine allfällige Befreiung der Geiseln vorerst gerne im Ratsplenum diskutiert.

Und wie geht es weiter? Die Saubermänner und Sauberfrauen werden Einsicht verlangen in die Fichen. Und schliesslich der grosse Frust, wie ihn selbst ernannte Promis in den Achzigerjahren auch erleben mussten: Es gab über sie keine Fiche, weil sie ganz einfach nicht als so wichtig empfunden wurden, wie sie sich selbst sahen. Peter Gerber, Ittigen

Ja und AmenVerschiedene Ausgaben zum Thema Waffenexport

Immer wieder wird das Argument «Arbeitsplätze» ins Spiel gebracht: Die Schweiz solle weiterhin Waffen exportieren. Das Argument «Arbeitsplätze» ist zur Zauberformel geworden. Der Banken-, Wirtschafts- und Waffenlobby wird es leichtgemacht. Drohen mit dem Wegzug und mit der Vernichtung von Arbeitsplätzen reicht völlig: Wir sagen zu allem Ja und Amen.

Allerdings übersehen wir, dass es sich hier nur um ein Gelegenheitsargument handelt, dem grundsätzlich keine Überzeugungskraft beizumessen ist. Beispiel: Rasen ist für die Verkehrsteilnehmer gefährlich und gesetzeswidrig. Das Rasen schafft jedoch Arbeitsplätze. Ist Rasen daher auch gesellschaftlich vertretbar, und sollte Rasen erlaubt sein? Keineswegs. Dieses Beispiel zieht die Sache ins Lächerliche, aber es legt die Problematik klar dar. Aus meiner Sicht ist entscheidend, ob die Tätigkeiten, welche Arbeitsplätze schaffen, an und für sich in Ordnung sind. Wenn nein, dann rechtfertigt die Schaffung der Arbeitsplätze diese Tätigkeiten nicht. Eine sorgfältige Interessenabwägung statt Gelegenheitsargumente wäre angebracht. Mathilde Hofkes, Hasliberg Reuti

ErfreulichZum Thema Deutsche Discounter in der Schweiz

Noch nie – weder bei Coop, Migros noch Spar – haben Preissenkungen in solchem Ausmass stattgefunden. Die plötzlich entflammte Liebe zum Kunden ist dem Eintritt deutscher Discounter zu verdanken. Dass die Neuanbieter im ganzen Lande immer besser Fuss fassen, kann die Kunden aller Anbieter nur erfreuen. Hans Gamliel, Rorschach

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