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«Fliegen ist wie eine Droge»

Stefan Kaufmann lebt seinen Bubentraum: Er arbeitet seit 2007 als Pilot bei Skywork Airlines am Flughafen Bern-Belp. Der 29-Jährige ist einer von über 15 Piloten der in Bern ansässigen Fluggesellschaft.

Zwei Leidenschaften verbinden: Als Co-Pilot kann Stefan Kaufmann seinen Lieblingsverein, die Berner Young Boys, an die Auswärtsspiele fliegen.
Zwei Leidenschaften verbinden: Als Co-Pilot kann Stefan Kaufmann seinen Lieblingsverein, die Berner Young Boys, an die Auswärtsspiele fliegen.
Andreas Blatter

Zehn bis zwölf Tage pro Monat sitzt Stefan Kaufmann im Cockpit einer Dornier 328 und fliegt Menschen in die Ferien oder an Sitzungen. An den restlichen Arbeitstagen hat er «Standby». Innerhalb von einer Stunde müsste er bei einem kurzfristigen Einsatz am Flughafen sein. Während der Schulzeit war der gelernte Zimmermann überzeugt, dass ein Pilot ein «Super-Brain» sein müsse. «Als ich die Ausbildung begann, merkte ich aber, dass es wie bei anderen Ausbildungen mit Fleissarbeit verbunden ist.» Oft büffelte Kaufmann 12 oder mehr Stunden, aber da ihn Aviatik begeistert, machte ihm das nichts aus. Zu diesem Zeitpunkt, kurz nach 9/11, gab es keine Fluggesellschaften, welche die Ausbildung mitfinanzierten, so war er gezwungen, sich in einer Privatschule in Bülach ausbilden zu lassen. Mittlerweile bieten die Swiss, Air Berlin und andere Airlines wieder Kurse an, von denen sie einen Teil der Kosten von rund 100000 Franken übernehmen.

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