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Gesucht: Ein Trainer, der keine Kompromisse eingeht

«Seit dem heroischen (und glücklichen) Sieg an der WM gegen Spanien ereignen sich rund um die Nationalmannschaft eigenartige Dinge, die der interessierte Beobachter nur schwer begreift », schreibt Bernhard Gessler aus Bösingen.

Der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld an einer Medienkonferenz vor dem Spiel gegen England.
Der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld an einer Medienkonferenz vor dem Spiel gegen England.
Keystone

Ausgabe vom 8. September. «Fussball: EM-Qualifikation. Die Schweiz blieb chancenlos»

Das neuste Beispiel ist das Testspiel gegen Australien: Da fallen zwei Spieler vom allgemeinen Mittelmass noch deutlich ab und stehen gegen England trotzdem in der Startformation. Dass man zum Beispiel einen Fussballer wie Margairaz, der selbst auf nationaler Ebene kaum genügt, überhaupt für die Nati in Betracht zieht, ist für viele ein Rätsel. Und gewisse Spieler müssen wohl von selbst zurücktreten oder verletzt ausfallen, wollen sie nicht bis ins hohe Alter aufgeboten werden, unabhängig von ihrer Form und ihrer Fitness. Ich wünsche mir deshalb endlich einen kompromisslosen Trainer für die Nati, für welchen weder Namen noch längst zurückliegende Verdienste zählen, sondern einzig Formstand, Leistungsbereitschaft und Charakter. Bernhard Gessler, Bösingen

Weshalb? Weshalb bloss lässt Hitzfeld Alex Frei so weit hinten spielen? Weshalb schlägt Frei Corner-Bälle? Weshalb schlägt Frei Flanken aus der eigenen Platzhälfte in den Sturm? Frei ist ein (guter!) Knipser und gehört vor das Tor – 95 Minuten lang. Tore schiesst man nur vor dem Tor, Herr Hitzfeld! Martin Nadig, Liebistorf

Fehlender ProtestAusgabe vom 8. September. «Energietarife 2011. Strompreishölle Bern»

Es ist erstaunlich, mit welcher Gelassenheit die Bevölkerung des Kantons Bern dieses «Höllendasein» akzeptiert. Im Kanton Bern bezahlen wir im Vergleich zu den andern Kantonen die höchsten Steuern, die höchsten Motorfahrzeugsteuern, die höchsten Krankenkassenprämien und die höchsten Strompreise. So sind die Jahreskosten für einen Haushalt ungefähr 2000 Franken höher als im schweizerischen Mittel. Warum wird hier nicht energisch gegen diese Abzocke seitens der Behörden respektive der Politik protestiert? Franz Schüpbach, Liebefeld

«Verhänkt»? Die BKW weiss ihre Preispolitik immer irgendwie zu rechtfertigen. Dabei geht es nur um Mehreinnahmen, ums Reicherwerden. Die BKW kommt mir immer mehr vor wie ein Staat im Staat – man müsste sie endlich zurückbinden, aber sie ist wohl da und dort zu sehr «verhänkt». Rudolf Stalder, Albligen

Selber denkenAusgabe vom 7. September «Vasella kämpft gegen Fettleibigkeit»

Daniel Vasella sieht Fettleibigkeit als Krankheit und deshalb als kostentreibend. Er muss es ja so sehen, denn als Anbieter der «Lösung» hat er ein Interesse an diesem lukrativen Markt. Fettleibigkeit ist nicht wirklich eine Krankheit, sondern die Folge eines bestimmten Lebensstils, in dem die Ernährung eine zentrale Rolle spielt. Die offiziellen Nahrungsempfehlungen basieren auf einem vor etwa 30 Jahren festgelegten Paradigma, das sich seit mindestens 20 Jahren als falsch herausstellt. Das hat damit zu tun, dass sich die Nahrungsmittelproduzenten und die Pharmaindustrie gegenseitig «unter die Arme» greifen, damit der äusserst lukrative Markt erhalten bleibt. Allerdings: Morgenröte zeichnet sich am Horizont ab. Es ist noch ein langer Weg, der erste Schritt beginnt heute. Wer ernsthaft die Verantwortung für seine Gesundheit übernehmen will, setzt sich mit den Grundlagen des körperlichen Stoffwechsels auseinander und stellt dabei fest, dass es gar nicht so schwierig ist – die Informationen stehen zur Verfügung. Lassen wir uns nicht einlullen, vor allem nicht von Personen, die 40 Millionen Gehalt im Jahr beanspruchen. Es ist nicht verboten, selber zu denken, und das kritisch, und Informationen zu hinterfragen. Was hindert uns daran? Elisabeth Meier-Abplanalp,Kirchdorf

Neue HelferAusgabe vom 7. September. Ständerat: BDP nominiert Werner Luginbühl. «Kaum einer gönnt uns den Sitz»

Im Wahlkampf ist Angst ein schlechter Ratgeber, doch berechtigt könnte sie sein. Für den Sitzgewinn bei den letzten Wahlen für Alt-Regierungsrat Luginbühl in den Ständerat hatte die SVP alle Kräfte mobilisiert. Parteikollegen hatten weder Zeit noch Geld gescheut, um diesen Sitz zu gewinnen. Der Einsatz hat sich gelohnt. Die SVP hat den Sitz gewonnen. Gross war die Freude, es wurde gelobt und gefeiert. Mit dem Austritt aus der SVP enttäuschte er seine Wahlhelfer und das Oberland schwer. Beim bereits eröffneten Wahlkampf wird er wohl neue und andere Helfer suchen müssen. Walter Reusser, parteilos, Zollikofen

AusgewogenZur Revision der Arbeitslosenversicherung

Die Vorlage ist ausgewogen und gerecht. Die Revision stärkt (neben der Förderung einer raschen Wiedereingliederung) das Versicherungsprinzip und korrigiert Fehlanreize. Es ist doch völlig einleuchtend, dass neu die Leistungen von der Beitragsdauer abhängen. Warum soll jemand Arbeitslosengelder beziehen können, wenn er noch nie oder kaum einen Rappen einbezahlt hat? Wer eine geringere Beitragsdauer aufweist, erhält weniger Taggelder. So einfach ist das! Andreas Luginbühl, Münchenbuchsee

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