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«Gratuliere zur Kündigung»

Einem Lehrer wurde fristlos gekündigt, weil er Kruzifixe im Schulzimmer nicht dulden wollte. Ein Leserbriefschreiber unterstützt den Entscheid der Behörden.

Gibt zu reden: Streit um ein Kruzifix.
Gibt zu reden: Streit um ein Kruzifix.
Beat Mathys

Nicht alles verbietenAusgabe vom 12.Oktober: «Streit um Kruzifix in Schulzimmer»

Im Wallis wurde offenbar einem Lehrer fristlos gekündigt, weil er keine Kreuze im Klassenzimmer wollte. Ich gratuliere den Behörden zur ausgesprochenen (und hoffentlich durchgesetzten) Kündigung. Es tut gut, zu wissen, dass es noch normale Leute gibt. Glaubensfreiheit kann auch mit Kreuzen bestehen. Nur weil ein Islamfanatiker nichts toleriert, muss nicht gleich alles verboten werden. Patrick Fluri,Oensingen

Absurdistan lässt grüssenAusgabe vom 20.Oktober: «Pilot wurde freigesprochen»

Der Richter begründete unter anderem sein Urteil mit dem Satz: Die Piste des Flugplatzes Reichenbach sei so voller Buckeln, dass ein Flugzeug gar nicht schnell rollen kann und daher auch keine Gefährdung bestanden habe. Okay. Aber wie ist es dann einem Flieger möglich, abzuheben, wenn er nicht schnell rollen kann? Absurdistan lässt grüssen! Christian Santschi,Belp

Unfairer WettbewerbAusgabe vom 19.Oktober: «SP-Steuerinitiative ist verheerend»

Verheerend ist nicht die SP-Steuerinitiative, sondern der heutige, unfaire Steuerwettbewerb. Nur kleine Kantone können mit immer tieferen Steuersätzen genügend Reiche anziehen, um die Steuersenkungen zu kompensieren. In den grossen Kantonen, wie dem Kanton Bern, ist das nicht möglich. Dort fehlen dann aber ausreichende Steuereinnahmen für die Finanzierung von Schulen, Gesundheitswesen, Strassen und ÖV, worunter je länger je mehr gerade die ländlichen Gebiete leiden werden. In den kleinen Kantonen steigen dafür wegen der kaufstarken Zuzügern die Bodenpreise ins Unermessliche, was die Einheimischen zum Auswandern zwingt.

Das wahre Eigengoal ist folglich die heutige Steuersenkungsspirale, unter der gerade auch die mittleren Einkommen zunehmend leiden. Die Steuergerechtigkeitsinitiative der SP trifft nur eine kleine Minderheit. Sie schafft aber für den Steuerwettbewerb wieder einigermassen faire Rahmenbedingungen. Harald Jenk,Grossrat, Liebefeld

Warum dagegen?Antwort auf Leserbrief vom 8.Oktober: «Einheitskasse ist das falsche Mittel»

Albert Schafflützel aus Wauwil wird seine Gründe haben, weshalb er so scharf gegen eine mögliche Einheitskasse schiesst. Tatsache ist aber, dass die Suva ein gutes Beispiel ist, wie es funktionieren könnte. Sicher ist auch, dass die 1,7 Millionen Leute, die nach eigenen Angaben die Kasse wechseln, Administrationskosten von über 300 Millionen Franken verursachen. Viel Geld für einen Leerlauf! Weshalb stemmen sich die Krankenkassenverantwortlichen so stark gegen eine Einheitskasse? Hat man sich schon mal überlegt, wo die Reserven der Übertretenden hängen bleiben? Gut möglich, dass das Karussell der Wechselnden ein tolles Geschäft für die Krankenkassen ist. Das würde vieles erklären. Eine zentrale Verwaltung ist für mich kein Schritt hin zur Diktatur, wie Albert Schafflützel findet. Sondern der Weg zu mehr Transparenz und weniger Abzockern! Roland Käser,Münsingen

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