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Himmlischer Lärm

Man liest in letzter Zeit viel vom Flughafen Grenchen, quasi als Werbebotschaften. Etwa vom «faszinierenden Helikopter mit hohem Grad an Umweltverträglichkeit» oder von «einem Drittel der Reisezeit» gegenüber dem Auto. Schön!

Felix Gerber

Von der Kehrseite der Medaille liest man deutlich weniger, dafür hört man umso mehr. Denn: Jedes einzelne Flugzeug, jeder einzelne Helikopter erzeugt in der Luft einen grossflächigen Lärmteppich. Geradezu grotesk ist das Verhältnis, dass ganz wenige Personen, oft nur eine bis zwei pro Fluggerät, einen solchen Lärm verursachen und einige Zehntausend, bei längeren Flügen einige Hunderttausend Leute den Fluglärm erdulden müssen. Dies ist einsame, unrühmliche Spitze gegenüber allen anderen Verkehrsmitteln. Dazu kommt, dass dieser himmlische Lärm allumfassend ist: Er dringt bis in die tiefste Schlucht, die einsamste Juraweide und in jedes Haus. Ein Grossteil dieser Fliegerei basiert auf reinem Fun. In unserem so dicht besiedelten Land ist dieser Egoismus ein Problem. Martin Kleiner, Riedholz

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