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Kein Platz für die Natur?

Wolf und Bär: Haben wir, als Alpenland und reichstes Land der Welt, wirklich keinen Platz für die Natur? Das fragt Leserin Monika Kaeser aus Rubigen.

Der Wolf sorgt immer wieder für Gesprächsstoff in der Schweiz. Soll er nun abgeschossen werden oder nicht?
Der Wolf sorgt immer wieder für Gesprächsstoff in der Schweiz. Soll er nun abgeschossen werden oder nicht?
Keystone

Kein Platz für die Natur? Diverse Ausgaben zu den Themen Wolf und Bär Wolf und Bär: Haben wir, als Alpenland und reichstes Land der Welt, wirklich keinen Platz für die Natur? Muss wirklich alles bis zum letzten Grashalm genutzt werden? Müssen die Alpen bis zum Eigerspitz hinauf auf Hochglanz poliert werden? Oder könnten wir nicht einfach mit dem Gedanken leben: Auf beispielsweise einer Höhe von über 2200 Metern überlassen wir einfach alles der Natur. Der Selbstregulierung also und diesbezüglich eben auch dem Fressen und Gefressenwerden der schwachen, kranken, oder verletzten Tiere. Von allen Lebewesen auf dieser Welt ist es doch nur die «Art Mensch», die nicht mehr als Glied in die Natur passt. Monika Kaeser, Rubigen

Im Einklang leben Was sind die Schweizer für ein Volk geworden! Erst die schwarzen Schwäne, dann die Wildtiere (Wolf und so weiter). Was kommt wohl als Nächstes? Andere Länder können in Einklang mit Wolf und Bär leben. Wieso wir nicht? Ich war immer stolz darauf, Schweizerin zu sein. Aber langsam bin ich mir da nicht mehr sicher. Katharina Bergundthal, Thun

Arme BeamteAusgabe vom 8. Oktober «Der Bund hebt iPhone-Sperre auf» Manchmal versteht man die Welt nicht mehr: 11'000 Beamte telefonieren gratis. Schön, dass man diesen Armen ein wenig entgegenkommt und ihnen sowohl Handys als auch Privatgespräche bezahlt. Das wäre auch für Tausende von gehörlosen Mitbürgern, welche nur per SMS miteinander kommunizieren können, ein dankbares Geschenk. Aber eben, so weit über das persönliche Portemonnaie reicht das Verständnis unserer Landesvertreter eben nicht. Robert Stämpfli, Langenthal

Intoleranz als Tugend Ausgabe vom 9. Oktober «Wir haben Toleranz falsch verstanden» Toleranz für Gutmenschen ist alles hören, alles sehen, aber aus Ratlosigkeit nichts tun. In ihrer Ratlosigkeit fühlen sich diese Leute dann noch moralisch überlegen. Falsche Toleranz hilft nur denjenigen, die den Bogen mit ihren Forderungen überspannen und uns an der Nase herumführen. Sind arabische Länder tolerant, die Besitz und Einfuhr von Bibeln verbieten, Ehebrecherinnen steinigen und Homosexuelle öffentlich aufhängen? Intoleranz wäre oft die bessere Tugend. Bruno Bänninger, Ins

Alle Jahre wieder Diverse Ausgaben zu den Krankenkassenprämien Alle Jahre wieder, kann man sagen, steigen die Krankenkassenprämien. Gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind unter anderem auch die Krankenversicherer mitschuldig an diesen markanten Prämienerhöhungen. Mit «ausgeklügelten» Marketing- und Akquisitionsmassnahmen (Risikoselektionen, Prämienrabatten usw.) haben sie in der Vergangenheit alles unternommen, um junge, möglichst gesunde Kunden für einen Kassenwechsel zu überzeugen. Selbst Befürworter einer liberalen Marktwirtschaft kommen je länger je mehr zur Ansicht, dass der freie Markt und der Wettbewerb im Gesundheits- und Krankenwesen in der Vergangenheit versagt haben. Franz Steinegger, langjähriger Präsident der FDP Schweiz und Präsident der Suva, hat bereits gegen Ende des letzten Jahres für die Grundversicherung eine Einheitskasse nach dem Vorbild Suva empfohlen. Dass die Suva erfolgreich ist, hat sie in Grossinseraten im September dieses Jahres durch die folgende Werbeaussage bewiesen: «Die Arbeitgeber haben Grund zur Freude: Dank Unfall- prävention und Wiedereingliederung sinken die Suva-Prämien 2011 um durchschnittlich 3 Prozent» Es ist also nicht so, wie der Verwaltungsratspräsident einer bekannten Krankenversicherungsgesellschaft kürzlich sagte, dass eine Einheitskasse Effizienz, Kundenleistung und Innovation abtöte. Die Suva hat das Gegenteil bewiesen! Joseph Zosso, Schmittten

Höhere Prämien Nach der Abstimmung über die Revision der Arbeitslosenversicherung stelle ich eine erstaunliche Parallele zu den Krankenkassenprämien fest: In der Westschweiz und in Basel-Stadt liegen die Prämien teils deutlich höher als jenseits des «Röstigrabens». Man beansprucht medizinische Leistungen offensichtlich stärker als im Osten. Bei der ALV wehrten sich die Nein-Sager gegen Leistungskürzungen.

Eine solche Mentalität führt jedoch unweigerlich zu einer Kostenexplosion. Dagegen sollten die Sparanreize verstärkt werden, wie sie die Krankenkassen mit HMO, Hausarztmodell, Managed Care usw. bereits anbieten. Dazu würde auch die Aufhebung des Vertragszwangs gehören, damit die Kassen nicht mehr mit Abzocker-Ärzten Verträge abschliessen müssen. Markus Späni, Nussbaumen

Über den Tisch ziehenAusgabe vom 8. Oktober «Dieses Verhalten ist dumm» Dieses Verhalten ist dumm. Da hat Reto Nause absolut recht. Aber das Verhalten des GR ist noch dümmer. Nach Sachbeschädigung die Polizei zurückhalten usw. Seit fast 30 Jahren dauert das Katz-und-Maus-Spielen der Reithallen-Bewohner (Antifa) mit dem Gemeinderat, gelernt hat er nichts. Er lässt sich nach wie vor von diesen Chaoten über den Tisch ziehen. Nause wundert sich, dass viele Bürger glauben, der Gemeinderat kusche. Es ist traurig, das sagen zu müssen: Er kuscht nicht nur, er stellt sie vor lauter Angst unter Denkmalschutz.

Ich werde bei Herrn Nause persönlich eine Bewilligung einholen, damit Leute von unserer Partei auf den Baldachin klettern und dort Plakate aufhängen dürfen, ohne von der Polizei heruntergeholt und bestraft zu werden. Walter Krebs, Bern

Die Gärten verlassenAusgabe vom 4. Oktober «Weniger Geld und immer mehr Papier» Sparen, reduzieren, Bürokratie abbauen gehört auch zu den Aufgaben der Kirchgemeinden – nicht nur zu denjenigen der Einwohnergemeinden.

Sieht man genau hin, ist das Sparpotenzial vom Synodalverband Bern-Jura bis hinunter in die einzelnen Kirchgemeinden nämlich tatsächlich vorhanden. Die 207 Berner Kirchgemeinden, die der reformierten Kirche Bern-Jura-Solothurn angehören, sind jedoch sozusagen Enklaven in einer Enklave. Hinter jedem Kirchenzaun versuchen die übrig gebliebenen Kirchgemeinderäte, Pfarrpersonen, die Freiwilligen und die aktiven Kirchenglieder, ihren Garten so schön wie möglich zu bepflanzen und zu gestalten. Dass es vielerorts noch an Professionalität in den Räten fehlt, ist jedoch nicht nur das Problem der Kirche. Dieselbe Entwicklung ist längst auch in Gemeinderäten und Vereinsvorständen festzustellen.

Trotz den stetig neuen Herausforderungen blüht die reformierte Kirche an der Basis nach wie vor. Die Hauptaufgabe der Kirche, das Wort Gottes und das Wort der Nächstenliebe und der Menschlichkeit zu verkünden, hat sich bis heute nicht verändert. Dieses «Wort» wollen aber viele Kirchenglieder nicht mehr wirklich hören.

Umfragen haben gezeigt, dass die meisten Kirchenglieder befriedigt sind, wenn die Kasualien (Taufe, Konfirmation, Hochzeit, Abdankung) zu ihrer Zufriedenheit organisiert und abgewickelt werden. Die unzähligen Angebote für alle Generationen, die allein in den 207 reformierten Kirchgemeinden des Kantons Bern angeboten werden, sind zu wenig bekannt, weil die Öffentlichkeitsarbeit in vielen Kirchgemeinden nicht existent ist.

Mit Artikeln wie «Weniger Geld und immer mehr Papier» (vergl. BZ vom 4. Oktober) werden die Angebote der reformierten Kirche nicht aufgezeigt. Die stetig negativen Berichterstattungen über Mitgliederschwund, leere Kirchen und Geldmangel tragen ebenfalls nicht zum allgemeinem Interesse an der engagierten kirchlichen Arbeit der Verantwortlichen bei.

Wenn die reformierte Kirche die Zeit des Desinteresses des Volkes überleben und weiterexistieren will, sind die Verantwortlichen aller Gremien deshalb gefordert, ihre Gärten zu verlassen und darüber zu reden und zu schreiben. Debora Stulz, Synodalrätin a.D., Uetendorf

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