Zum Hauptinhalt springen

Nutzloses Hundegesetz

"Ein neues Gesetz, das niemand kontrolliert! Ist ja toll, da können wir schalten und walten, wie wir wollen", findet Leserbriefschreiberin Anne Leuthold aus Oppligen mit sarkastischem Unterton.

Hundeübungen und -Prüfungen werden nicht richtig registriert.
Hundeübungen und -Prüfungen werden nicht richtig registriert.
Walter Pfäffli

Schalten und waltenAusgabe vom 4. August «Hundegesetz für die Katz»

Ein neues Gesetz, das niemand kontrolliert! Ist ja toll, da können wir schalten und walten, wie wir wollen. Hunde kaufen und verkaufen, weggeben, wieder neue kaufen. Niemand kontrolliert. Hunde chippen, umschreiben lassen, wozu? Niemand kontrolliert! Hundehalterprüfung? Wozu, niemand kontrolliert! Es wäre doch so einfach, nach bestandener Prüfung einen kompatiblen Ausweis auszustellen und eine Meldung an die Registrierstelle Anis zu machen. Der Hund ist – oder sollte – ja registriert sein. Bei Nichteinhaltung sollte es eine saftige Busse geben mit der Auflage, die Prüfung zu machen. Auch die Gemeinden sollten in die Pflicht genommen werden. Wir bezahlen alle Jahre brav unsere Hundesteuer. Wie wärs da mit dem Hinweis: Prüfung okay? Danken möchte ich allen verantwortungsbewussten Hundefreunden. Und das sind gottlob viele. Anne Leuthold,Oppligen

Vorgaben erfülltAusgabe vom 31. Juli «Ein Zehntel hält sich nicht an Vorgaben»

Die Anforderungen an die heutige Landwirtschaft sind hoch. Sehr hoch sogar. Wer Direktzahlungen will, muss den ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) erbringen. Ohne Direktzahlungen kann heute kein Bauer mehr von der Landwirtschaft leben. Sie sind ein unverzichtbarer Einkommensbestandteil.

Im Gegenzug bekommt die Öffentlichkeit auch einiges geboten: gepflegte und vielfältige Landschaften, artgerecht gehaltene Nutztiere, saubere Gewässer, intakter Freizeit- und Erholungsraum sowie gesunde und frische Produkte – aus der Region, versteht sich. Und was sagt uns nun die Meldung, dass bei rund 9 Prozent der Bauern die Direktzahlungen um insgesamt 6,4 Millionen Franken gekürzt worden sind?

Zwei Dinge: 1. Die unabhängigen Kontrollen funktionieren. Das im Rahmen des ÖLN praktizierte und für die Bauern wie auch für die Kontrolleure aufwendige Qualitätssicherungssystem ist eines, das seinen Namen verdient. 2. Die Bauern erfüllen die beträchtliche Anzahl (und häufig komplizierten) Vorgaben gut. Oder anders gesagt: Die von den Konsumentinnen und Konsumenten gewünschte Mehrleistung, welche in Form der Direktzahlungen abgegolten wird, wird nachweislich und mit Erfolg erbracht. Konrad Klötzli,Adelboden

Wichtige ZahlungenAusgabe vom 4. August Leserbrief «Fragwürdige Kürzungen»

Es ist leider eine Tatsache, dass Schweizer Bauern ohne Direktzahlungen nicht überleben können. Kritiker mögen einmal zur Kenntnis nehmen, dass mit den Direktzahlungen die Preise für die Konsumenten subventioniert werden. Ich gehe mit dem Leserbriefschreiber nicht ganz einig. Der Vorschlag, den Grossbetrieben höhere Beiträge zulasten der kleinen und mittleren Betriebe zu sprechen, finde ich absurd.

Den Grossteil dieser Betriebe findet man im Hügel- und Voralpengebiet, bis und mit Bergzone. Der Leserbriefschreiber möge sich in diese Gebiete begeben, dann wird er feststellen können, wie Familienbetriebe mit viel Einsatz und Liebe zum heimatlichen Boden die steilen Hänge bewirtschaften, damit sie nicht verganden. Werden das Berg- und Hügelgebiet, mit meist kleineren Strukturen, die Bergweiden, die steilen Böschungen und Halden nicht mehr bewirtschaftet, werden auch die Touristen fernbleiben.

Vergessen wir auch nicht, dass in vielen kleinen und mittleren Betrieben Kinder und Jugendliche aufwachsen, die auch in andern Wirtschaftszweigen gesucht sind. Und wer hat im letzten Weltkrieg die Ernährung des Schweizervolkes sichergestellt? Es waren genau diese Klein- und Mittelbetriebe im Tal- und Berggebiet, die dem Schweizervolk damals eine Hungersnot erspart haben. Walter Reusser,Zollikofen

Jahrelanges LeidenAusgabe vom 30. Juli «Perfide Waffe wird verboten»

Wie gut, dass es dreissig Nationen gibt, die sich ab dem 1.August verpflichtet haben, keine solchen gemeinen Waffen mehr zu produzieren oder zu verwenden. Streuminen haben eine sehr lange Lebensdauer, und die Zivilbevölkerung muss oft jahrelang darunter leiden. So erschüttert es mich unter anderem, dass in Laos auch nach dreissig Jahren immer wieder Menschen Opfer dieser heimtückischen Minen werden.

Schweizer Hilfsorganisationen investieren mit unseren Spendengeldern und der Bund mit unseren Steuergeldern in die dringende Vernichtung solcher Minen und in die notwendige Unterstützung von Minenopfern. Wie abartig ist es nun, wenn die UBS, die Credit Suisse und angeblich 25 andere Schweizer Banken mittels Aktien solche Unternehmen unterstützen, die Minen produzieren. Moral und Skrupel hören dort auf, wo der Geldgewinn beginnt. Unter solchen Aspekten muss uns der stolz verkündete Quartalsgewinn der UBS, der Credit Suisse und anderer Banken skeptisch stimmen. Wo Riesengewinne erzielt werden, stecken meist in irgendeiner Weise Riesentragödien dahinter.

Verehrte Leser, möchten Sie nicht ebenfalls wissen, was mit Ihrem Geld geschieht, sobald Sie es auf die Bank gebracht haben? Julia Brauer Ittigen

Wissen abklärenAusgabe vom 2. August «Professor untersucht KPT-Affäre» Es ist erfreulich, zu lesen, dass in dieser Grauzonenangelegenheit eine Untersuchung eingeleitet wird. Es ist zu hoffen, dass vor allem festgestellt wird, wie die Differenz zwischen dem seinerzeitigen Aktienpreis und dem heute gehandelten Kurs von 600 Franken zustande gekommen ist. Und dass es sich nicht um Prämien-Leistungs-Gelder der Zusatzversicherungen handelt. Dieses Geld steht wohl den treuen Prämien zahlenden Versicherten und nicht den Aktionären zu. Im Weiteren muss auch abgeklärt werden, inwieweit Insiderwissen in diesem Aktiengeschäft zum Zuge kam. Wie viele andere, langjährige KPT-Mitglieder werde ich diese Angelegenheit mit grösstem Interesse weiterverfolgen. Max Fellmann,Sugiez

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch