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Und die Kosten?

Der Gotthard-Basistunnel ist eine grossartige Leistung. In der Euphorie des kommenden Durchstiches werden die Steuerzahlenden mit Superlativen zugedeckt, schreibt Werner E. Wiedmer, Biel

Blick in den Gotthard-Tunnel.
Blick in den Gotthard-Tunnel.
Keystone

Verschiedene Ausgaben. Zum Thema Gotthard-Basistunnel Wie aber steht es mit dem geplanten 100-jährigen Betrieb respektive den Betriebskosten, geschweige denn der Amortisation? Bei den gigantischen Kostenüberschreitungen wird ein kostendeckender Betrieb nie möglich sein. Vom Unterhalt gar nicht zu sprechen. Wer bezahlt das alles? Die fehlenden Anschlüsse im angrenzenden Ausland sowie zu kleine Tunnelquerschnitte bei der Anfahrt werden eine optimale Nutzung für Jahre hinaus nicht ermöglichen. Von kompetenter Seite spricht man von ganzen 2,5 Prozent des Schwerverkehrs, die im günstigsten Falle auf die Schiene kommen werden. Die Ernüchterung wird der Euphorie folgen. Die verantwortliche Politik wird sich hinter den Volksabstimmungen verschanzen, auch wenn diese unter Angabe von ganz anderen Voraussetzungen stattgefunden haben – wie so oft! Werner E.Wiedmer, Biel

Von jeder Torte naschenAusgabe vom 11. Oktober,«Dagmar Fresenius. Der Job gibt mir viel Energie» Frau Fresenius hat die Frage der Schreibenden nach dem «Warum überhaupt Kinder» ja gar nicht beantwortet beziehungsweise vielleicht auch nicht beantworten können, weil sie es selbst nicht weiss. «Diese Frauen» kommen mir immer so vor: Sie stehen in einer Konditorei, und vor sich sehen sie eine Anzahl Torten. Weil man sich nicht für eine entscheiden kann, muss man von jeder naschen und kriegt dann doch von keiner genug. Was machen diese Leute bloss, wenn das Schicksal plötzlich die Karten neu mischt? Heidi Sinzig,Niederscherli

Senken an der FrontZum Thema Krankenkassenprämien Was ist eigentlich mit unseren Politikerinnen und Politikern los? Ist es tatsächlich noch niemandem eingefallen, die Gesundheitskosten an der Front zu senken, statt diese regelmässig jährlich von hinten aufzustocken? Die übrige schweizerische Wirtschaft – die zum Überleben auch auf Umsatz angewiesen ist – lässt grüssen. Walter Gasser, Thun

Nicht im VolkssinneThema Bundesratsmandate Bundesrätinnen und Bundesräte verzichten, aus Interesse und auf Druck der Partei, ihr Mandat bis zum Legislaturende zu absolvieren, um der Partei ihren Sitz zu wahren und sogar den Souverän zu umgehen. Dass dann durch ein frühzeitiges Zurücktreten einer Bundesrätin oder eines Bundesrates zugleich eine Mandatsveränderung angestrebt werden kann, dürfte so nicht im Sinne der schweizerischen Bevölkerung sein. Trotz dem arrangierten und zweifelhaften Verhalten bei Neuwahlen oder Abwahlen durch unsere Parlamentarier möchte ich nicht eine Volkswahl anstreben. Interessant und volkseinbindend wäre nach jeder Legislatur eine Bestätigungswahl unserer sieben Mitglieder. Es würde unserer gelebten Demokratie guttun und dem Souverän ein wenig verlorenes Vertrauen zurückgeben. Beim Schweizervolk kann nur Vertrauen geschafft werden, wenn der Bundesrat seine Legislaturzeit bis zum Ende erbringt, mit der Ausnahme von gesundheitlichen Verkürzungen. Mandatsicherung darf nicht vor dem Volksdienen sein. Keine Rochaden der Mandatsverteilung ausser bei Legislaturende. Werner Grossenbacher, Thun

Von Parteien und PäckliThema Parteien im Bundesrat Zu den meistgebrauchten Sprechblasen, die SVP-Präsident Toni Brunner ständig wiederholt, gehört diejenige vom angeblichen Päckli zwischen FDP und SP. Was zurzeit zwischen den Kontrahenten Levrat und Pelli abgeht, spricht nun allerdings nicht unbedingt für seine Behauptung. Fakt ist hingegen, dass die Pol-Parteien SVP und SP mit ihren unheiligen Allianzen im Nationalrat in destruktiver Konstanz eine ausgewogene Verständigungslösung nach der andern zum Absturz bringen. Zuletzt geschehen bei der Kostenbremse im Gesundheitswesen und bei der 11.AHV-Revision, nächstens wohl bei der Armeereform zu erwarten. «Les extrêmes se touchent» ist zwar keine neue Erkenntnis, aber geradezu überfällig ist doch jetzt die Nutzanwendung auf das Wählerverhalten, nämlich: «Brunner wählen heisst Levrat stärken». Wer wirklich bürgerlich wählen will, muss die entsprechenden Kräfte der lösungsorientierten Mitte unterstützen. Und weshalb sollten Linkswähler den Umweg über die SVP einschlagen? Beat Durrer,Ittigen

Frei ist kein Captain mehrAusgabe vom 11. Oktober.«Die Suche nach Freuden und Toren» Wir haben seit mehreren Jahrenkeinen Mannschaftsführer, sprich eine Schaltstation und starke Persönlichkeit, im Mittelfeld mehr. Zurzeit käme «nur» Haki dieser Rolle gerecht. Aber er steht nie in der Startformation. Dabei wäre es gerade gegen Gegner wie Montenegro, Wales und Bulgarien wichtig, einen Spielmacher vom Format Yakin von Anfang an spielen zu lassen. Andere wie Schwegler, Inler etc. packens nicht. Der Hauptgrund für das klägliche Auftreten der Nati ist Alexander Frei in der Rolle des Captains. Spätestens seit der Spuckaffäre während der Ära Kuhn ist Frei eines Captains nicht mehr würdig. Ich kann mir schlicht nicht vorstellen, dass innerhalb der Mannschaft eine gute Stimmung herrschen soll. Nur dringt nichts nach aussen, weil sich ja keiner exponieren will. Othmar Hitzfeld hätte schon längst zum Beispiel Diego Benaglio als Captain bestimmen sollen. Benaglio ist ehrlich und vertrauenswürdig. In der jetzigen Zusammensetzung gebe ich der Nati nicht den Hauch einer Chance, sich für ein Turnier zu qualifizieren. Markus Stöckli, Liebefeld

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