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25:30 in St. GallenDa hilft nicht mal mehr Raemy

Die Thuner können wieder auf ihren Schlüsselspieler zählen, verlieren bei Otmar dennoch. Die Niederlage könnte Wacker noch sehr wehtun.

Nicolas Raemy bringt Schwung ins Thuner Spiel.
Nicolas Raemy bringt Schwung ins Thuner Spiel.
Archivbild: Christian Pfander

Noch wissen die Leute von Wacker Thun nicht, wie sie 2021 ihr 60-Jahr-Jubiläum begehen werden. Sie wissen aber, wo sie es ganz bestimmt nicht feiern werden: in St. Gallen. Dort hat der Traditionsclub nämlich traditionell so gar nichts zu jubilieren. Die Berner Oberländer verlieren auch ihr jüngstes Gastspiel in der Kreuzbleiche, es handelt sich um die vierte Niederlage bei Otmar in Folge.

Martin Rubins Team unterlag in der Ostschweiz ja auch schon sehr deutlich. Am Samstagabend aber schlägt es sich soweit ganz ordentlich. Der im Verlauf der zweiten Hälfte eingewechselte Noah Haas zeigt, wozu er fähig ist; seine ersten drei Würfe sitzen allesamt, am Ende wird der Oberaargauer dank seiner vier Tore zum besten Spieler seiner Mannschaft gewählt. Auch andere gefallen, Kreisläufer Reto Friedli etwa, der gleichfalls viermal erfolgreich ist. Nicht zum ersten Mal in dieser Saison nicht auf Touren kommen die Torhüter. Marc Winkler und der zur Pause eingewechselte Flavio Wick parieren addiert 6 Versuche, während ihrem Gegenüber Aurel Bringolf 17 Paraden gelingen.

Erstmals seit dem Heimspiel gegen Pfadi Winterthur von Anfang Februar kann Nicolas Raemy mittun. Der Linkshänder gelangt zu Kurzeinsätzen und überzeugt dabei. Wacker zu einem Sieg in St. Gallen verhelfen: Das schafft aber selbst der Ausnahmekönner nicht. 25:30 verlieren die Thuner. Ihr Rückstand auf den vierten Rang beträgt drei Qualifikationsrunden vor Schluss drei Punkte. Es dürfte schwierig werden, Otmar noch einzuholen und sich damit für das Playoff Heimrecht zu sichern, wenngleich das Restprogramm mit Partien gegen Kriens, Basel und GC machbare Aufgaben bereithält.

In der Kreuzbleiche wurde trotz Coronavirus vor Zuschauern gespielt; Einfluss auf die Besucherzahl hatte es sehr wohl. 800 Menschen hätten die Halle betreten dürfen. Das Kontingent wurde nicht ansatzweise ausgeschöpft. Bloss offiziell 400 Personen wagten sich unter die Leute, wobei vermutlich eher auf- denn abgerundet wurde.