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Leserreaktionen«Dafür hat die Deza die rote Karte verdient»

Leserinnen und Leser äussern sich zu aktuellen Themen. Unter anderem zu

Deza-Direktorin Patricia Danzi wehrt sich gegen die Kritik an ihrer Behörde.
Deza-Direktorin Patricia Danzi wehrt sich gegen die Kritik an ihrer Behörde.
Foto: Keystone

Zu «Steuermillionen für Antisemiten – die Deza-Chefin relativiert»

Es ist, höflich ausgedrückt, eine absolute Frechheit, dass die aufgeblähte Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit Deza mit unseren Steuergeldern Organisationen unterstützt, die offensichtlich antisemitisch und islamistisch unterwandert sind. Und die Deza gibt ihr Fehlverhalten nicht einmal zu – dafür hat sie die rote Karte verdient. Damit zeigt sich einmal mehr, dass die öffentliche Entwicklungshilfe oftmals mehr schadet als nützt: Statt korrupte Staaten und Entwicklungsorganisationen zu unterstützen, würde man die hart erarbeiteten Steuergelder besser für die Armutsbekämpfung in der Schweiz und die Sanierung unserer Sozialwerke einsetzen. Ruedi Horber, Niederscherli

Zu «Altschotter in Mitholz: Kanton reicht Anzeige ein»

Da haben wir in unserem ach so hochentwickelten Land diesen Umweltskandal. Beteiligte Baufirmen schieben sich die Schuld zu, die BLS will sich mit Vertragsklauseln reinwaschen, karrt aber seit Jahren tonnenweise belastetes Material zur illegalen Aufbereitung nach Mitholz. Der zuständige Regierungsrat sieht den Bund in der Verantwortung, obwohl sein eigenes Amt bei der Erteilung von Bewilligungen geschlampt hat. Sollte das Schweizervolk nächstens der KVI zustimmen, könnte ein ähnlicher Fall aus einem ach so unterentwickelten Land bei einem Schweizer Bezirksgericht landen, verbunden mit beträchtlichen Schwierigkeiten bei der Bestandsaufnahme, der Beurteilung von Beweismitteln und vielem mehr. Wie würde man damit umgehen, dass auch staatliche Organe ihre Aufsichtspflicht verletzt haben könnten? Als betroffener Staat würde ich mir die Bemerkung erlauben, die neutrale Schweiz möge doch gefälligst zuerst vor der eigenen Türe wischen. Ruedi Frösch, Faulensee

Zu «Wie die Schweizer Pflegelöhne im internationalen Vergleich abschneiden»

Diese Rangliste ist sehr selektiv und deshalb unvollständig. Was aber zu denken gibt, ist die darin enthaltene Behauptung, dass unser Gesundheitspersonal 15 Prozent unter dem schweizerischen Durchschnitt verdient. Das ist nicht nur erbärmlich, sondern unakzeptabel. Im «reichsten Land der Welt» wird die Pflege der Bedürftigen weniger geschätzt, als die durchschnittliche Arbeitsleistung anderer Berufe. Es ist höchste Zeit, dass dieser Missstand korrigiert wird. Das Gesundheitspersonal leistet regelmässig zahlreiche Überstunden. Bezahlt oder nicht, das ist nur die Nebendebatte. Der Stress, und die damit verbundenen «Fehler», müssen das Thema sein. Mark Gasche, Kirchberg

Zu «Warum die Berner Wirtschaft über diese Initiative uneinig ist»

Wir versuchen seit Monaten, uns vor einem Virus zu schützen, welches uns so plötzlich in unserem Alltag überrascht hat. Unsere Gesellschaft ergreift Massnahmen dagegen, die vorher undenkbar gewesen wären. Das ist gut und recht. Aber warum haben wir anderswo andere Massstäbe? Warum ist es denn vertretbar, dass Unternehmen mit Sitz in der Schweiz Menschen im Ausland Schaden zufügen? Diese Logik geht nicht auf. So als wenn unsere Gesundheit mehr Wert hätte, als die von Menschen in anderen Ländern. Massnahmen zum Schutz von Mensch und Umwelt wie Luftfilter oder Schutzbekleidung, kosten, ja. In Anbetracht der riesigen Gewinne, die die Konzerne anhäufen, wären diese Kosten aber tatsächlich vertretbar. Ich finde es beschämend, dass darüber so kontrovers diskutiert wird. Anna Lanz, Bern