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LeserreaktionenDas Risiko war bekannt – unternommen wurde nichts

Meinungen von Leserinnen und Lesern zu aktuellen Themen.

Die Infoveranstaltung am 26. Februar in Kandersteg: Die Bewohnerinnen und Bewohner von Mitholz erfahren, dass sie ungefähr 2031 ihre Häuser für zehn Jahre verlassen müssen. Ein Leserbriefschreiber moniert, dass man das Problem viel früher hätte angehen sollen.
Die Infoveranstaltung am 26. Februar in Kandersteg: Die Bewohnerinnen und Bewohner von Mitholz erfahren, dass sie ungefähr 2031 ihre Häuser für zehn Jahre verlassen müssen. Ein Leserbriefschreiber moniert, dass man das Problem viel früher hätte angehen sollen.
Keystone

Zu «Mitholz: Für 10 Jahre ein Geisterdorf»

1940 wurde das Munitionsdepot erstellt. Schon nach sieben Jahren kam es zur ersten Explosion. In der Folge wurde tonnenweise Munition ausgelagert und in den Oberländer Seen versenkt. Das bestehende Risiko für die Region und die Umwelt war also bekannt. Aber: 70 Jahre lang wird nichts unternommen, obwohl sich die Armeeleitung und die Regierungen des Kantons Bern und des Bundes über die sich stetig verschlimmernde Risikosituation absolut im Klaren sein mussten. Erst recht, wenn man bedenkt, dass ein ehemaliger Bundesrat aus Kandersteg stammt. Die Devise unserer Politiker, unserer Regierung war schlicht: aussitzen, aussitzen – und ja keine schlafenden Hunde wecken. Dies trotz der todsicher steigenden Riesengefahr.

Leonhard Müller, Nidau

Zu «Theater: Gilles Tschudi gibt den knorrigen Kauz»

Auch die Premiere des Theaters Matte überzeugte

Mit namhaften Förderbeiträgen an vier Berner Kleintheater hat der Gemeinderat kürzlich die Bedeutung der Kellerkultur in der Altstadt gewürdigt und gestärkt. Zwei der begünstigten Theater – das Theater an der Effingerstrasse und das Theater Matte – gaben letzten Samstag Premieren von neuen Produktionen. Nichts gegen das Theater an der Effingerstrasse, dessen Erstaufführung «Smith & Wesson – Rachels grosses Wagnis» in dieser Zeitung besprochen wurde. Genauso verdient hätte indes auch das Theater Matte eine Berücksichtigung seiner Premiere «Arthur und Claire». In dem höchst amüsanten Stück geht es um Schuld und Reue, Tod und Suizid sowie Schicksal und freien Willen. Aber vor allem um die unbändige Lust auf Leben. Die aufgeworfenen Fragen sind ebenso brisant wie aktuell und gehen unter die Haut.

Peter Schibli, Bern

Zu «Hochgiftige Pestizide bringen Konzernen Milliardenumsatz»

Milliarden verdienen statt Verantwortung übernehmen

Als Ernährungsberaterin, die sich für bessere Gesundheit und einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln einsetzt, kann ich nur den Kopf schütteln, wenn ich lese, dass gewisse Schweizer Konzerne Unmengen an in der Schweiz verbotenen Pestiziden ins Ausland verkaufen. Diese Stoffe sind für Mensch und Natur hoch gefährlich. Sollen Menschenrechte und Umweltschutz an der Landesgrenze enden? Nur weil Konzerne wie Syngenta lieber schmutzig Milliarden verdienen, anstatt Verantwortung zu übernehmen.

Nadine Annaheim, Konolfingen

Zum Coronavirus

Tägliches Fiebermessen am Arbeitsplatz

Vorbeugen ist besser als heilen. Solange die Ansteckungsgefahr durch Coronaviren latent vorhanden ist, sollte jeder Arbeitgeber dafür sorgen, dass täglich jeder Mitarbeiterin und jedem Mitarbeiter schweizweit die Körpertemperatur gemessen wird.

Ruedi Studer, Niederscherli

Zitat des Tages

Die Namen dieser Betrüger müssen bekannt gegeben werden.»

Peter Marthaler, Worb
Zu «Fehlbare Beizer kommen mit tiefen Bussen davon»

Zu «Fehlbare Beizer kommen mit tiefen Bussen davon»

Die Schuldigen kommen mit humanen Bussen davon

Wem und was kann man als Konsument heute noch glauben? Offensichtlich wird im Biobereich und bei der Fleischqualität grossspurig betrogen – und die erforderlichen hygienischen Vorschriften werden teilweise missachtet. Regelmässige Kontrollen erweisen sich als unbedingt notwendig. Unverständlich für mich ist, dass über solche Missstände bloss allgemein und anonym berichtet wird und die Schuldigen mit einem gut gemeinten Verweis und humanen Bussen davonkommen. Damit hängt allen ehrlichen Gewerbetreibenden (und die sind bestimmt immer noch in der Mehrzahl) der üble Ruf ebenfalls an, und sie müssen ungerechterweise darunter leiden. Betrüger, die mit ihrem perfiden Verhalten ihre Kunden materiell schädigen und – was noch schlimmer ist – deren Gesundheit gefährden, gehören meines Erachtens streng bestraft. Sie müssen mit Namen bekannt gegeben werden. Bussen von ein paar Tausend Franken sind absolut lächerlich und laden die Schuldigen regelrecht dazu ein, mit ihrem üblen, lukrativen Treiben fortzufahren.

Peter Marthaler, Worb