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Leitartikel zum Lehrer-MordDen Islamismus mit Selbstkritik bekämpfen

Frankreich trauert um einen Lehrer, der auf offener Strasse von einem «Gotteskrieger» geköpft wurde. Das Land beschwört seine «Einheit» – besser wäre Einsicht.

«Je suis Prof!!!»: In Paris demonstrierten am Sonntag Tausende gegen islamistische Gewalt und Intoleranz.
«Je suis Prof!!!»: In Paris demonstrierten am Sonntag Tausende gegen islamistische Gewalt und Intoleranz.
Foto: Kiran Ridley (Getty)

Samuel Paty soll ein Held werden. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron wird ihn mit einer nationalen Trauerfeier ehren. Das Land wäre glücklicher, wäre Paty kein Held, sondern am Leben. Doch es ist weder zynisch noch billig, ihn nun, wo alles zu spät ist, auf einen Sockel zu heben. Der Geschichtslehrer Paty wurde am Freitag nicht weit von seiner Schule von einem 18-Jährigen enthauptet, der sich selbst als «Gotteskrieger» sah. Wenn Paty ein Held unserer Tage ist, dann nicht, weil er seinen Schülern erklären wollte, was Meinungsfreiheit ist. Die Qualität, die ihn zum Helden macht, lautet Umsicht.

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