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Der lange Weg aus dem Schatten der Drogenbosse

Seit der Ermordung von Andrés Escobar sind 20 Jahre vergangen. Doch erst jetzt löst sich Kolumbiens Fussball von den Schatten der Vergangenheit.

1994 stieg Kolumbien mit viel Vorschusslorbeeren in die WM. Kein Geringerer als Brasiliens Fussball-Legende Pelé hatte die Mannschaft um Mittelfeldstar Carlos Valderrama vor dem Turnier in den USA zum Titelanwärter ernannt. Doch die erste Endrunde auf nordamerikanischem Boden geriet für die Kolumbianer zum Fiasko. Sie scheiterten in der Vorrundengruppe mit den Gastgebern, Rumänien und der Schweiz.

Auf das Ausscheiden folgte die Katastrophe: Andrés Escobar, der beim 1:2 gegen die USA ein folgenschweres Eigentor erzielt hatte, wurde auf dem Parkplatz einer Bar in Medellin erschossen. Die Hintergründe des Mords sind bis heute nicht restlos geklärt. Seine Begleitung sagte später aus, der Schütze Humberto Muñoz Castro habe das Wort «Gol» gerufen, während er zwölf Schüsse auf den einst bei den Berner Young Boys tätigen Fussballer abgab.

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