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Der positive Jahresrückblick, Teil 2Der relaxte Obama und Comedians mit noch mehr Mehrwert

Auf die Pandemie hätten wir gern verzichtet, auf die umgekrempelten Late-Night-Shows aber keinesfalls. Ein konstruktives Krisenmanagement in zehn Punkten.

«Fuck you, 2020!»: Spektakuläres Saisonfinale vom spektakulär guten «Last Week Tonight»-Host John Oliver.
«Fuck you, 2020!»: Spektakuläres Saisonfinale vom spektakulär guten «Last Week Tonight»-Host John Oliver.
Foto: Screenshot

Mit dem Lockdown wurden auch sie aus ihrer Komfortzone herausgekickt: die amerikanischen Late-Night-Hosts und Comedians mit ihren fixen Kulissen, eingeübten Abläufen, ihrem Studiopublikum. Das Pingpong mit den Zuschauern gehört im Grunde zur Show wie das Salz in die Suppe. Also sind die Hosts – die Gastgeber, die auf einmal keine Gäste mehr hatten – abgetaucht. Aber sie wären keine richtigen Krisenbespieler, wenn sie nicht bald wieder aufgetaucht wären, mit neuen Konzepten und Experimenten.

Die funktionierten mal mehr, mal weniger. Auch das mit der Technik war selbst gebastelt, knorzte manchmal wie bei uns. Trotzdem oder gerade deshalb wurden die Shows zu Fixsternen in der Krise. Man schaute sie religiös, fast alle, fast immer. Die Medien haben sie darum abgefeiert und «essenziell» genannt – als ultimative Quelle der Information und Regeneration. Und hätten wir auch gern auf die Pandemie verzichtet, auf diese unerwarteten, umgekrempelten Shows auf keinen Fall. Ein konstruktives Krisenmanagement in zehn Punkten.

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