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Kommentar zu Lidl ZweisimmenDer Widerstand kommt zu spät

In der Diskussion um das Bauvorhaben auf der Grossenmatte sind der Gemeinde die Hände gebunden, sagt Redaktor Christoph Buchs.

Fünf Supermarktketten in einem Dorf mit 3000 Einwohnern. Bald dürfte eine sechste hinzukommen: Es klingt tatsächlich absurd. Allein im Gebiet Grossenmatte dürfte es bald drei Grossverteiler geben – Aldi, Landi und Lidl. Im Umkreis von 500 Metern.

Der Widerstand der Bevölkerung ist nachvollziehbar, aber er kommt zu spät. Das Land wurde vor über zehn Jahren mit Beschluss der Gemeindeversammlung eingezont. Ohne nähere Definition, welches Gewerbe sich hier dereinst niederlassen wird. Solange ein Bauvorhaben das gültige Baurecht nicht verletzt, kann die Gemeinde nichts dagegen unternehmen – weil ihr dieses Land nicht gehört. Theoretisch ist es also möglich, dass in naher Zukunft auch die Supermarktketten Nummer sieben und acht in der Grossenmatte bauen. Um dies zu verunmöglichen, wäre eine Überarbeitung des Baureglements oder eine Umzonung nötig – wogegen sich die Landbesitzer wohl auflehnen würden.

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