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Schuld ist nicht nur CoronaDie Berner Badis sind diesen Sommer weniger gut besucht

Bernerinnen und Berner gingen in diesem Sommer bisher weniger oft in die Badi als üblich. Neben der Corona-Pandemie gibt es einen zweiten wichtigen Grund dafür.

Die Berner Freibäder haben in diesem Sommer bisher weniger Gäste verzeichnet. Dafür verantwortlich sind die Coronapandemie und das Wetter.
Die Berner Freibäder haben in diesem Sommer bisher weniger Gäste verzeichnet. Dafür verantwortlich sind die Coronapandemie und das Wetter.
Foto: Keystone

Eine Zwischenbilanz der Berner Badesaison fällt durchzogen aus: Die Coronapandemie mit ihren Beschränkungen haben ihre Spuren hinterlassen. Insgesamt waren weniger Gäste in den Berner Freibädern als in anderen Jahren.

Vergleiche mit anderen Jahren sind allerdings schwierig, denn das Coronavirus sorgt dafür, dass die Bäder erst mit Verspätung in die Saison starten konnten. Einmal offen, galt es in den Bädern Abstandsregeln einzuhalten und durchzusetzen, zum Beispiel mit Personenbeschränkungen.

Die Statistik zeigt, dass die Gästezahlen in den Monaten Juni und Juli deutlich tiefer liegen als im Vorjahr, wie die Stadtberner Direktion für Bildung, Soziales und Sport am Freitag mitteilte.

Haben 2019 im erwähnten Zeitraum 678'240 Personen eine Berner Badi besucht, waren es 2020 lediglich 571'622 Personen. Diese Abweichung ist nach Angaben der Stadt vermutlich nur zum Teil auf die besonderen Umstände in Zusammenhang mit dem Coronavirus zurückzuführen.

Im Juni lagen die Besucherzahlen deutlich unter dem Vorjahr, im Juli hingegen deutlich darüber. Die Gründe für die Schwankungen dürften in den unterschiedlichen Witterungsbedingungen der Vergleichsjahre liegen. Der Juni 2019 war von einer langen und sehr heissen Schönwetterperiode geprägt, während es im Juni 2020 kaum heisse Tage gab.

Aufgrund der bundesrätlichen Vorgaben zum Zeitpunkt der Wiedereröffnung der Freibäder hat das Sportamt der Stadt Bern ein elektronisches Personenzählsystem für die Freibäder eingeführt. Das ermöglicht es, die Anzahl Besucherinnen und Besucher zu beschränken, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht mehr eingehalten werden kann. Dies war bisher drei Mal der Fall, und zwar in der sehr heissen letzten Juli-Woche je einmal im Marzili, in der Ka-We-De und im Lorrainebad der Fall.

3100 Aareschwimmer pro Stunde

Aus dem Personenzählsystem ergeben sich laut Stadt auch interessante statistische Werte. Zum Beispiel, dass an sehr heissen Tagen bis zu 3100 Aareschwimmerinnen und -schwimmer den Weg vom Marzili Richtung Schönausteg und Eichholz hochpilgern – und zwar pro Stunde.

chh/sda