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Netzinfrastruktur im OberlandDie BKW erneuert ihre Stromleitungen

Die Arbeiten an den Unterstationen Erlenbach und Gstaad/Saanen sind gestartet.

Die BKW erneuert ihre Netzinfrastruktur im Berner Oberland.
Die BKW erneuert ihre Netzinfrastruktur im Berner Oberland.
Foto: PD

Die BKW erneuert diverse Netzinfrastrukturen im Berner Oberland. Laut eigenen Angaben investiert das Energieversorgungsunternehmen bis 2027 insgesamt circa 120 Millionen Franken. Renoviert würden insbesondere Unterstationen und vereinzelt auch Leitungen. Mit diesen Massnahmen möchte die BKW im Oberland auch künftig für eine «zuverlässige Stromversorgung» sorgen.

In den nächsten Jahren liegt der Fokus der Arbeiten laut einer Mitteilung im Simmental und im Saanenland. Den Anfang machen zwei Unterstationsprojekte: In Erlenbach werden Netzanlagen beim Wasserkraftwerk erneuert, in Saanen/Gstaad werden die beiden Unterstationen zur, wie es heisst, «Verbesserung der Versorgungsqualität» erweitert und wo nötig Anlagen erneuert.

Erlenbach: Schaltanlage verschwindet

Die Unterstation Erlenbach, bestehend aus 50- und 16-Kilovolt-Anlagen, versorgt das untere Simmental. Die 16-Kilovolt-Anlage befindet sich im Wasserkraftwerk Erlenbach der Simmentaler Kraftwerke. Dessen Generatoren speisen direkt in die 16-Kilovolt-Anlage ein. Neu werde auch die 50-Kilovolt-Schaltanlage ins
Kraftwerksgebäude eingebaut, die von aussen sichtbare Schaltanlage verschwindet vom Gelände. Zudem beschafft die BKW neue Transformatoren.

Nach der Inbetriebnahme der neuen Anlagen werde die in die Jahre gekommene Freiluftanlage demontiert. Die Kosten für diese Erneuerung, die bis Ende 2022 abgeschlossen sein soll, beziffert die BKW mit rund 6 Millionen Franken.

Zweite Leitung für Gstaad/Saanenland

Bis 2023 erweitert und erneuert die BKW nach eigenen Angaben auch Teile der miteinander verbundenen Unterstationen in Gstaad und Saanen. Die Anlagen versorgten die Tourismusregionen Gstaad/Saanenland sowie Adelboden/Lenk. In der Unterstation Gstaad wird der Strom aus dem Übertragungsnetz der Swissgrid ins Verteilnetz der BKW transformiert (von 220 auf 50 Kilovolt).

«Bis anhin ist die Verbindung zum Übertragungsnetz nur einfach geführt, also ohne Redundanz», heisst es in der Mitteilung. Dies könne besonders im Winter mit starker Netzbelastung durch Bergbahnen Probleme verursachen. Da im Winter künftig von einem steigenden Elektrizitätsbedarf durch den Tourismus auszugehen sei, würden auch die Netze der Region stärker belastet. Um einen Spannungsabfall oder Netzausfälle zu verhindern, baut die BKW nun eine zweite Leitung zwischen den Unterstationen Gstaad und Saanen.

Weitere Tätigkeiten im Simmental

Zudem werde in Gstaad eine zweite Transformierung 220/50-Kilovolt eingebaut sowie ältere Komponenten ersetzt. Auch hier rechnet das Unternehmen mit Kosten von rund 6 Millionen Franken.

Ab 2022 erneuert die BKW auch Teile der Unterstation an der Lenk sowie die gesamte Unterstation in Zweisimmen. Zudem werde auch die Leitung zwischen Wimmis und Erlenbach saniert.

pd/jez