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Die deutsche Elf ist atemberaubend unscheinbar

Im Fussball stellen die Deutschen die einzige stilbewusste Mannschaft. Hier heisst es: Normcore statt Hipster.

Einer unter vielen Am-Boden-Gebliebenen: Thomas Müller. Foto: Getty Images
Einer unter vielen Am-Boden-Gebliebenen: Thomas Müller. Foto: Getty Images

Die deutsche Nationalelf stiess in der Schweiz nie auf grosse Sympathie. Wenn Gelegenheitsfans für die Fussball-WM einen Favoriten brauchen, dann ist es selten Deutschland. Denn wer cool sein will, muss Deutschland doof finden. So war es bisher.

Aber vielleicht nicht mehr lange. Gerade der trendbewusste Fussball­gucker müsste die Deutschen dieses Jahr zur Herzensmannschaft küren. Nicht nur, weil sie so unbeirrbar effizient spielen, dass es eine Freude ist. Sondern weil sie Trendsetter sind. Während die Spieler aller anderen Mannschaften auf Hipster machen, sich fesche Frisuren und dichte Bärte stehen lassen, dazu grossflächige Tattoos und körperbetonte Shirts tragen, bleiben die Deutschen gelassen. Ihre Unscheinbarkeit ist atemberaubend.

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