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Wahlen in LangenthalDie FDP nominiert – und kritisiert

Die Freisinnigen haben ihre Kandidierenden für Gemeinde- und Stadtratswahlen festgelegt. Der Parteipräsident ist zudem unzufrieden mit der städtischen Politik.

Sie kandidieren im Herbst für den Freisinn für einen Sitz im Gemeinderat: v.l. Michael Schär, Beatrice Lüthi, Franziska Zaugg-Streuli (ganz oben), Stefanie Barben-Kohler sowie Markus Gfeller.
Sie kandidieren im Herbst für den Freisinn für einen Sitz im Gemeinderat: v.l. Michael Schär, Beatrice Lüthi, Franziska Zaugg-Streuli (ganz oben), Stefanie Barben-Kohler sowie Markus Gfeller.
Foto: PD

Als dritte grosse Langenthaler Partei nach der SVP und der SP haben die Freisinnigen ihre Kandidierenden für die Gemeindewahlen nominiert. Die FDP habe sich zum Ziel gesetzt, ihre zwei Sitze in der Exekutive und ihre zehn Mandate in der Legislative zu halten, schreibt die Partei in einer Mitteilung nach der Hauptversammlung.

Die beiden bisherigen Mitglieder des Gemeinderats, Markus Gfeller (Vizestadtpräsident) und Michael Schär, stellen sich zur Wiederwahl. Zudem kandidieren die Stadträtinnen Stefanie Barben-Kohler, Fraktionspräsidentin Beatrice Lüthi und Franziska Zaugg-Streuli. Ein weiterer Platz sei reserviert für die Jungliberalen und einer werde absichtlich erst nach der Fertigstellung der Stadtratsliste besetzt, teilt die FDP weiter mit.

Noch Plätze frei

Von den 40 Listenplätzen für den Stadtrat sind 36 gebucht: je 18 Frauen und Männer. Mit weiteren Persönlichkeiten seien Gespräche am Laufen, schreibt die FDP. Von den zehn Stadtratsmitgliedern kandidieren neun abermals. Wer nicht mehr zu den Wahlen antritt, will die Partei zum jetzigen Zeitpunkt nicht verraten.

Parteipräsident Diego Clavadetscher übte an der Hauptversammlung zudem Kritik an der städtischen Politik: Es sei keine klare Strategie in Bezug auf die Stadtentwicklung erkennbar. Die Stadt verzettle sich, statt Prioritäten zu setzen. Es werde vieles angekündigt, aber nur weniges umgesetzt. Die Kräfte, so Clavadetscher, würden nicht konzentriert, daher resultiere insgesamt ein Treten an Ort. All dies sei nicht einfach stets eine Frage von rechts oder links, umso weniger, als die Mehrheitsverhältnisse mit 21 zu 19 im Stadtrat knapp seien und somit der Ausgang der Abstimmungen nicht sicher vorherzusehen. Insgesamt erodiere in der Folge das allgemeine Vertrauen in die Politik.

tg