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Berner Derby im PlayoffDie Karten werden neu gemischt

Im Unihockey der Frauen stehen die Duelle für das Playoff fest. Skorpion Emmental Zollbrück spielt gegen Unihockey Berner Oberland, die Wizards Bern Burgdorf treffen auf Zug.

Tina Leuenberger, Torhüterin der Wizards Bern Burgdorf, stand im Derby gegen Skorpion Emmental Zollbrück oft im Fokus.
Tina Leuenberger, Torhüterin der Wizards Bern Burgdorf, stand im Derby gegen Skorpion Emmental Zollbrück oft im Fokus.
Foto: Marcel Bieri

Der Formaufbau bei den Frauen von Skorpion Emmental Zollbrück scheint zu stimmen. Vor einer Woche überrollten sie Piranha Chur auswärts mit dynamischen Unihockey und unterstrichen ihre Ambitionen mit einem 8:2-Sieg. Und auch zum Abschluss der Master Round überzeugte die Equipe von Coach Lukas Schüepp beim 5:1 gegen die Wizards Bern Burgdorf mit einer abgeklärten Leistung.

«Der Start in die Master Round war noch nicht ideal. Wir arbeiteten aber an den Schwächen und machten zuletzt Fortschritte. Der Einzug in den Final ist unser Saisonziel. Um das zu erreichen, müssen wir noch mehr Konstanz in unser Spiel bekommen», sagt Trainer Schüepp.

Lara Kipf von den Skorps Emmental Zollbrück bejubelt einen Treffer im Derby gegen die Wizards Bern Burgdorf.
Lara Kipf von den Skorps Emmental Zollbrück bejubelt einen Treffer im Derby gegen die Wizards Bern Burgdorf.
Foto: Marcel Bieri

Die Ausgangslage für die Skorps ist gut: Dank dem Erfolg im Derby schoben sie sich zum Abschluss der Master Round an Chur vorbei und hievten sich auf Rang 2. Und als Lohn für die zuletzt guten Auftritte und die starke Klassierung, durften die Verantwortlichen der Emmentaler als zweites Team nach Leader Kloten-Dietlikon den Gegner für den Viertelfinal im Playoff aussuchen.

Derby gegen BEO

Die Wahl fiel auf Unihockey Berner Oberland. Die Oberländerinnen sicherten sich ihren Platz für das Playoff am vorletzen Spieltag in der Challenge Round. «Wir schauten beim Entscheid nur auf sportliche Kriterien. Unsere erste Wahl wäre Laupen ZH gewesen, dieses Team wurde aber zuerst von Leader Kloten gezogen», sagt Skorps-Coach Schüepp, der sich bewusst ist, «dass gegen BEO schwierige Derbys auf uns zukommen, die unseren ganzen Fokus verlangen.»

Die Halbfinalistinnen werden in einer Best-of-5-Serie ermittelt, die am nächsten Wochenende beginnt. Gesetzt den Fall, dass bei einigen Teams Spielerinnen in die Quarantäne müssten, könnten die Playoffs aber theoretisch auf eine Best-of-3-Serie oder im Extremfall sogar nur auf eine Partie reduziert werden. «Jedem Spiel kommt eine grosse Bedeutung zu, von jetzt an müssen wir mental bereit sein», meint Schüepp,

Die Oberländerinnen gehen gegen die Skorps als Aussenseiterinnen in die Serie und haben nichts zu verlieren. «Im Playoff wird alles wieder von vorne losgehen und die Karten werden neu gemischt. Alles ist möglich», sagte BEO-Trainerassistent Alain Schüpbach schon vor einigen Wochen.

Der einzige Vergleich in dieser Saison endete mit einem 5:3-Sieg der Skorps. Beide Teams trafen übrigens schon im Viertelfinal der letzten Saison aufeinander. Damals setzten sich die Emmentalerinnen mit 3:0 durch, bevor die Saison abgebrochen wurde.

Wizards treffen auf Zug

Die Wizards Bern Burgdorf bekommen es im Viertelfinal mit Zug United zu tun. Nach der Niederlage im Derby gegen die Skorps rutschten die Burgdorferinnen auf Rang 5 und verspielten den Heimvorteil. «Wir haben im Hinblick auf das Playoff einiges ausprobiert und agierten gegen die Skorps mit vier Linien, was ungewöhnlich ist», erklärt Coach Mirco Torri.

Für Tanja Kyburz (rechts) und ihre Teamkolleginnen von den Wizards Bern Burgdorf geht es im Viertelfinal gegen Zug United weiter.
Für Tanja Kyburz (rechts) und ihre Teamkolleginnen von den Wizards Bern Burgdorf geht es im Viertelfinal gegen Zug United weiter.
Foto: Marcel Bieri

Man habe zuletzt vor allem in der Defensive zu viel zugelassen. «Das führte zu einem Auf und Ab. Wir müssen nun wieder unsere Sicherheit finden, uns nicht zu viele Gedanken machen und nicht zu kompliziert spielen», sagt Torri.

Zug verstärkte sich während der Zwangspause mit ausländischen Spielerinnen und überzeugte in der Master Round. Die Zentralschweizerinnen bezwangen die drei erstplatzierten Kloten-Dietlikon, Emmental Zollbrück und Chur und mussten das Spielfeld nur einmal als Verliererinnen verlassen: ausgerechnet gegen die Wizards. «Wir wissen, wie wir sie schlagen können. Es wird alles andere als einfach, aber wird werden uns so gut wie möglich auf Zug vorbereiten», erklärt Coach Torri.