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Abstimmung Bahnhof Bern«Die kontroverse Debatte ist nicht schlecht»

Stellte einst als Stadträtin auch kritische Fragen: Die heutige Gemeinderätin Marieke Kruit (SP) vor dem Hirschengrabenpark, dessen Kastanienbäume gefällt und durch Linden ersetzt werden sollen.

Marieke Kruit, der Abstimmungskampf zu den Verkehrsmassnahmen Zukunft Bahnhof Bern ist animiert bis aggressiv. Überrascht Sie das?

Nein. Der Bahnhofsausbau und -umbau ist ein komplexes Generationenprojekt, dass man dieses kontrovers diskutiert, ist normal. Und auch überhaupt nicht schlecht. Es zeigt, wie viele Menschen sich engagiert mit der Zukunft des Lebensraums Stadt auseinandersetzen.

Hätten Sie erwartet, dass Sie mit Ihrer ersten Abstimmungsvorlage als Gemeinderätin auf so viel Gegenwind stossen?

Das Dossier Zukunft Bahnhof Bern begleitet mich, seit ich 2013 ins Stadtparlament gewählt wurde. Mag sein, dass die Schlussdebatte vor wenigen Monaten im Stadtrat relativ schlank durchging. Aber zuvor gab es, zum Beispiel in der vorbereitenden Kommission, der ich angehörte, oder in Arbeitsgruppen unzählige kontroverse Debatten. Auch ich gehörte zu den Parlamentarierinnen, die kritische Fragen aufwarfen. Kritische Fragen sind auch legitim. Was mich aber ärgert, ist, wenn die Gegner Unwahrheiten verbreiten. So zum Beispiel auf dem neusten Flyer, der in die Haushalte verteilt wurde und der den Eindruck erweckt, als sei die Velostation noch immer Teil des Projekts.

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