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Die Tausendernote ist plötzlich weniger gefragt

Seit der Finanzkrise waren immer mehr Tausender im Umlauf. Jetzt zeichnet sich eine Trendwende ab. Dafür holt eine andere Note auf.

Stolz einer Nation: Im März 2019 wird die neue 1000er-Note präsentiert. Foto: Keystone

Stolz einer Nation: Im März 2019 wird die neue 1000er-Note präsentiert. Foto: Keystone

Armin Müller@Armin_Muller

Seit Anfang Jahr geht die Menge der Tausendernoten Monat für Monat zurück. Das ist ein neues Phänomen: Seit 1979 ist es noch nie vorgekommen, dass der Umlauf der Tausendernoten sechs aufeinanderfolgende Monate lang rückläufig war.

Die grösste Schweizer Banknote ist beim Publikum eigentlich sehr beliebt. Die Menge der im Umlauf befindlichen Tausendernoten ist nach der Finanzkrise 2008 emporgeschnellt und hat sich in nur zehn Jahren verdoppelt.

Doch die neuesten veröffentlichten Daten der Schweizerischen Nationalbank (SNB) zeigen eine Trendwende. Im Juni waren Tausendernoten im Wert von 46,36 Milliarden Franken im Umlauf, das sind 1,8 Milliarden oder 3,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dass die Menge der Tausendernoten im Jahresvergleich zurückgeht, ist äusserst selten. Zuletzt war das im Dezember 2004 der Fall. Aktuell waren jedoch seit Oktober 2018 in jedem einzelnen Monat weniger Tausendernoten im Umlauf als im gleichen Monat des Vorjahres. Man muss bis 1989/90 zurückgehen, um eine so lange Phase negativer Jahreswachstumsraten zu finden.

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