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Sweet Home: Homestory-HighlightsDie zehn schönsten Stillleben

Oft sind es in Wohnungen die kleinen Dinge, die den grossen Unterschied machen – wie auch diese Einblicke in private Haushalte zeigen.

Fotos: Rita Palanikumar für Sweet Home

Anmerkung: Nicht alle der vorgestellten Bewohnerinnen und Bewohner wohnen heute noch gleich oder am selben Ort wie bei unserem Besuch für die Homestorys.

1 — Poesie im Alltag

Bei Stillleben von grossen Künstlern sind die Komposition und die Auswahl der Dinge von grosser Bedeutung. Das gilt auch bei den echten, persönlichen Stillleben zu Hause. Stephanie Aebischer und Beat Brechbühl haben dafür sehr viel Gefühl und Stilempfinden. So haben sie mit Alltäglichem, Fundstücken, Wohnaccessoires und Dingen aus der Natur Poesie in ihrem Zuhause geschaffen.

2 — Himmelblau

Der Vintagemöbelhändler Jukka Muurto ist wie ein wandelndes Designlexikon. Zu jedem Möbelstück, jeder Lampe oder Vase hat Jukka eine Geschichte, zieht ein Buch hervor und sprudelt nur so vor Begeisterung und Wissen. Das Wichtigste aber ist ihm der Gebrauchswert der Stücke, und dies beweist die unkomplizierte, wohnliche und kinderfreundliche Einrichtung seiner Familienwohnung in St. Gallen. «Nordisches Design ist leicht und besticht durch eine schlichte Formschönheit. So kann man die Möbel eigentlich nur hinstellen und sie sehen immer gut und modern aus, auch wenn die meisten eigentlich 80 oder mindestens 50 Jahre alt sind», so Jukka. Die Liebe zur Schönheit geht bis ins kleinste Detail. Dabei spielen Farben und Formen, Kunst und Zufälligkeit wichtige Rollen. So tanzen auf dieser hellblauen Kommode von Alvar Aalto aus den Dreissigerjahren einzelnen Stücke, die einfach schön sind. Zusammen wirken sie wie ein künstlerisches Stillleben.

3 —Kunst und Blumen

Ihre Liebe zu Design und schönem Wohnen konnte Regina Rüfenacht während einiger Jahre, in denen sie im renommierten Einrichtungshaus Teo Jakob arbeitete, so richtig ausleben. Aus dieser Zeit stammen auch viele der klassischen Designermöbel, die den Grundton der Einrichtung bestimmen. «Jede Weihnacht leistete ich mir ein neues Lieblingsstück», erinnert sich Regina. Dabei ging sie nicht nach Konzept vor, sondern kaufte Einzelstücke, die es ihr besonders angetan hatten. Die Wohnung wirkt zwar grosszügig, ist aber eine ganz normale Dreizimmerwohnung von etwa 70 Quadratmetern. Regina hat mit ihrem Gespür für Formen, Farben und Proportionen den Platz optimal ausgenutzt.Dabei kommen kleine Dinge wie hier Kunst und Blumen so harmonisch zusammen, dass überall wunderschöne Stillleben entstehen. Diese zeugen auch von der stilistischen Begabung der kreativen Frau.

4 — Fernweh und Stil

Chiara Costacurta liess ein Haus aus den Sechzigerjahren in ein grosszügiges Zuhause umbauen. Es heisst Villa Roccia und wurde direkt in einen Fels gebaut. Ohne die strengen Formen, die klaren Linien und die radikale Moderne des Hauses zu brechen, strahlt es wohnlich und wunderbar grün aus dem Felsen heraus. Wie ein zauberhaftes, in üppige Pflanzen gehülltes, kleines Paradies. Die Farbe Grün bestimmt auch das Innenleben der spannenden Villa und vermittelt ihr Ruhe, Harmonie und Eleganz. Überall sind liebevolle und hübsche Details. So stehen auf der Ablage bei der Sitzgruppe einige antike Stücke, das renommierte Wohnmagazin Cabana, Bücher, eine Kerze und eine schicke Messingleuchte. Zusammen vermitteln Sie eine Kombination, die bei der ganzen Einrichtung wichtig ist: die Verbindung von Fernweh, Vergangenheit, Gegenwart und viel Stil.

5 — Ikonen

Einem himmelblauen Juwel gleich sticht das Zuhause des legendären Schweizer Architektenpaars Trix und Robert Haussmann aus dem Zürcher Seefeldquartier heraus. Wer eintritt, gerät in ein postmodernes Panoptikum der Stile und Formen. Das erste, was auffällt, sind die Spiegel. Sie sind überall. Auch an Orten, an denen keiner sie erwarten würde, wo sie aber durchaus Sinn machen. Hinter den Bücherregalen schaffen sie Tiefe und Eleganz; in der Küche, wo normalerweise Keramikplatten hängen, vergrössern sie raffiniert den Raum; an den Dachfenstern sorgen sie für entscheidend mehr Licht. Und überall geben diese Spiegel den Blick frei in andere Zimmer, lassen Räume zusammenkommen, kreieren Transparenz – und eröffnen neue Perspektiven. Auch wird das Auge auf Kleines gerichtet. Dabei entdeckt man Stilleben, bei denen Kunst, Design und Mode als ein neues Ganzes zusammenfinden.

6 —Willkommensgruss

Eine Oase der Ruhe und Kreativität mitten in der Stadt, das ist das Zuhause, das Marisa und Gigi Burn für sich und ihre zwei kleinen Kinder erschaffen haben. Slow Living ist für das kreative Paar das wichtigste Thema – zu Hause, im Beruf, bei grossen und bei kleinen Dingen. In der Wohnung findet man einige der von Marisa mit übergrossen japanischen Pinseln gemalten, sanften Bildern. Hier ist es ein Bild mit dem Titel «Covers of the Universe» hinter einem rosa Strauss mit Lilien und Pfingstrosen, welcher in einem Krug steckt. Zudem ein Ball, eine Duftkerze und eine bedruckte Beuteltasche von «Future Archive», einem ihrer spannenden Projekte. Alles zusammen wirkt im Entree wie ein freundlicher Willkommensgruss.

7 — Galerie

Wie Ausstellungen gehen, weiss die Galeristin Frederique Hutter besonders gut, denn es ist ihr Beruf. Zu Hause in ihrer kleinen Altstadtwohnung geht sie dies sehr entspannt an – und bringt Blumen, Bücher, persönliche Lieblingsstücke und ihre geliebte Kunst wie eine Gruppe Freunde zusammen.

8 — Farbe und Freude

Kathrin Wiedmer und Thom Pfister haben zwei Wohnungen in einem Altbau im Berner Marziliquartier stilvoll vereint. Das Stilbewusstsein und der liebevolle Umgang der beiden mit schönen Dingen ist auch im Kleinen zu entdecken. So dienen auch Möbeloberflächen als Ausstellungsraum. Auf diesem grasgrünen USM-Regal zeigen sich unter anderem Schmetterlinge aus einem Lieblingsbuch von der kleinen Tochter Ella, gelbe Craspedia in einer Linck-Schale, geometrische Tabletts von Hay, Parfüms und Kinderbasteleien.

9 — Platz für Schönes

Stil ist der Beruf von Philipp Junker – er ist einer der begehrtesten Modestylisten der Schweiz und arbeitet international. Der Stylist, der für grosse Modeproduktionen viel auf Reisen ist, kehrt immer wieder aufs Neue nach Hause. Er geniesst es, in seiner charmanten, persönlichen Altbauwohnung vor allem einfach daheim zu sein. Natürlich liebt er es, seine schönen Dingen auch hübsch zu arrangieren. Auf diesem Stuhl sind ein paar Lieblingssachen von Philipp Junker: Vom Kuschelpulli über ein Buch von Modefotogaf Guy Bourdin bis zu feinen Düften, einer vergoldeten Brille von Retrospex, einer Schale von Hermès und natürlich einigen Schmuckstücken des neuen eigenen Labels Studio Mason.

10 — Paris

Ich weiss noch genau, wie ich, als ich von der Fotoproduktion bei Frank und Jeannette Urech von Mooris nach Hause kam, ganz dringend auch schönere Stilleben bei mir daheim kreieren wollte. Denn die liebevollen Stilleben, die in der ersten gemeinsamen Wohnung der beiden überall zu sehen waren, machten ganz einfach Lust dazu. Hier ein schönes Beispiel, das ihre Liebe zur Mode, Fotografie und zu Paris wie eine kleine Geschichte erzählt.

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