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Das Kalkül der IS-Terroristen

Mit Anschlägen auf Touristen wollen Jihadisten Länder wie die Türkei oder Tunesien destabilisieren: Sie schüren Angst, die Gäste bleiben weg, die Wirtschaft nimmt Schaden.

Polizisten sichern nach dem Anschlag den Sultan-Ahmed-Platz im touristischen Zentrum Istanbuls. Foto: Can Erok (Getty Images)
Polizisten sichern nach dem Anschlag den Sultan-Ahmed-Platz im touristischen Zentrum Istanbuls. Foto: Can Erok (Getty Images)

Erst Tunesien, dann der Anschlag auf einen russischen Ferienflieger in Ägypten. Und nun Istanbul: Mit Terror gegen Touristen verfolgen islamistische Extremisten eine perfide Strategie, die es ihnen ermöglicht, zwei ihrer Hassobjekte zugleich zu treffen: Sie töten Bürger westlicher Staaten oder auch Russlands, deren Lebensstil sie als sündhaft ablehnen und deren Regierungen sie zu Feinden erklärt haben. Und sie treffen die Urlaubsländer Ägypten, Tunesien oder jetzt die Türkei, gegen deren Regierungen sie kämpfen. Das Kalkül der Atten­täter ist es, diese Staaten durch eine verhängnisvolle Kettenreaktion zu desta­bilisieren: Die Anschläge schüren Angst, die Gäste bleiben weg, die Wirtschaft nimmt Schaden, was über steigende ­Arbeitslosigkeit wiederum zur Radikali­sierung beitragen kann.

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