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Der Favorit, den der Westen nicht will

Scheich Salman hat das Glück, dass Europa nicht entscheidet.

Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa ist 51 und Bahrainer. Foto: Keystone
Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa ist 51 und Bahrainer. Foto: Keystone

Er ist im Gespräch ein höflicher, zurückhaltender Mann, der sich nicht aus der Ruhe bringen lässt, obwohl er sich permanent verteidigen muss. Obwohl er seit Monaten immer wieder dieselbe Frage beantworten muss: Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa – wie haben Sies mit den Menschenrechten?

Europäische Politiker und Compliance-Experten haben das Mitglied der bahrainischen Königsfamilie für unwählbar erklärt. Der Al-Khalifa-Clan kontrolliert den kleinen arabischen ­Inselstaat seit über 200 Jahren, Bahrain ist keine Demokratie. Als 2011 die Bevölkerung im Zuge des Arabischen Frühlings auf die Strassen ging, liess König Hamad die Proteste mit Gewalt niederschlagen. Auch zahlreiche Sportler wurden inhaftiert, zum Teil verprügelt. Bis heute ist nicht restlos geklärt, ob Scheich Salman eine Mitverantwortung dafür trägt. Er präsidierte damals den bahrainischen Fussballverband. Der Kritisierte sagt, er sei Sportfunktionär gewesen, nicht Politiker oder Polizist. Vielmehr sei eine politische Kampagne gegen ihn im Gang. Harte ­Beweise gibt es bis heute nicht, weder auf der einen noch auf der anderen Seite.

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