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«Die Alternative war, beide sterben zu lassen»

Kinderchirurg Steffen Berger erklärt, wie es in Bern gelungen ist, frühgeborene siamesische Zwillinge zu trennen.

Getrennt – und doch zusammen: Die Schwestern Lydia (links) und Maya nach der Operation. Foto: Inselspital Bern (Keystone)
Getrennt – und doch zusammen: Die Schwestern Lydia (links) und Maya nach der Operation. Foto: Inselspital Bern (Keystone)

Die Trennung der siamesischen Zwillinge Lydia und Maya machte gestern als «Wunder von Bern» Schlagzeilen. Ist es angezeigt, von einem Wunder zu reden?

Nun, aus meiner Sicht liegt sicher kein Wunder vor. Die Trennung der beiden miteinander verwachsenen Kinder war aus zwei Gründen möglich. Einerseits war die Art der Verbindung grundsätzlich trennbar. Anderseits glückte der komplexe medizinische Eingriff, weil wir Fachleute der verschiedensten Disziplinen gut einbinden konnten. Funktioniert das Zusammenspiel aller auch bei einer derart seltenen Operation, kann sie eben gelingen. Für mich ist der Fall eher ein Beleg dafür, was ein gut funktionierendes System schaffen kann.

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