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Die Heiratsstrafe soll weg – aber wie?

Auch wenn das Volk die CVP-Initiative am 28. Februar ablehnt, will der Bundesrat noch dieses Jahr eine Vorlage für eine gerechtere Besteuerung von Ehepaaren vorlegen.

Die Arbeit der Frauen soll sich lohnen – auch darum geht es bei der Diskussion um die Heiratsstrafe. Foto: Susan Elkenaar (Dukas)
Die Arbeit der Frauen soll sich lohnen – auch darum geht es bei der Diskussion um die Heiratsstrafe. Foto: Susan Elkenaar (Dukas)

Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann (FDP) hat es eilig. Wäre es nach ihm gegangen, dann hätte der Bundesrat schon letzten Herbst eine Vorlage zur Abschaffung der steuerlichen Heiratsstrafe vorgelegt. Die Landesregierung bremste ihn aus: Zuerst müsse das Volksverdikt zur CVP-Initiative abgewartet werden. Schneider-Ammanns Ungeduld hat einen Grund. Für ihn ist die Beseitigung der Heiratsstrafe ein zentrales Element seiner Fachkräfteinitiative; das Beschäftigungspotenzial der Frauen soll besser genutzt werden. Schweizer Frauen arbeiten zwar häufig, doch oft nur Teilzeit und mit kleinen Pensen. Nur in den Niederlanden ist das Arbeits­volumen der Frauen im Vergleich zu demjenigen der Männer noch tiefer als hier. Als Grund wird unter anderem das Steuersystem genannt, das Frauen von der Arbeit abhält.

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