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Ein vergiftetes Angebot

Podemos-Chef Pablo Iglesias bietet Spaniens Sozialisten eine gemeinsame Koalitionsregierung an. Was nicht bedeutet, dass er wirklich eine will. Manchem Politiker gilt Portugal als Vorbild.

Der Popstar unter Spaniens Politikern: Pablo Iglesias, Vorsitzender der Linkspartei Podemos.Foto: Juan Medina (Reuters)
Der Popstar unter Spaniens Politikern: Pablo Iglesias, Vorsitzender der Linkspartei Podemos.Foto: Juan Medina (Reuters)

Der spanische Schriftsteller Julio Llamazares erklärte den Lesern von «El País» am Montag das deutsche Wort «Zugzwang». Wie in einer Schachpartie müsse Pedro Sánchez, der Chef der spanischen Sozialisten (PSOE), so bald wie möglich eine Figur bewegen, auch wenn er wisse, dass ihn jeder denkbare Zug in eine nachteilige Position bringen werde. Schuld an seiner Lage ist Pablo Iglesias, Vorsitzender der Linkspartei Podemos, der Sánchez ein bittersüsses Angebot gemacht hat: Er solle sich auf eine Koalition mit Podemos und der kleinen Vereinten Linken einlassen. Dass Sánchez Ministerpräsident werden könne, sei «ein Lächeln des Schicksals, für das er ewig dankbar sein muss», sagte Iglesias. Und lächelte.

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