Zum Hauptinhalt springen

Goldrausch im wilden Osten

Im Kongo wird in Flüssen tonnenweise Gold illegal gefördert. Rebellengruppen verdienen kräftig mit, und die höchsten Politiker haben kein Interesse daran, etwas zu ändern.

Die glitzernden Splitter werden mit Teppichen aufgefangen: Goldförderung in Shabunda. Foto: Alex Kopp
Die glitzernden Splitter werden mit Teppichen aufgefangen: Goldförderung in Shabunda. Foto: Alex Kopp

Plamedi steht in Siegerpose auf dem Floss, um sich selber Mut zu machen, bevor er in den braunen Fluss hinabsteigt. Er ist der Held der 25-köpfigen Crew, denn seine Arbeit ist die gefährlichste. Mit einem pumpenbetriebenen Schlauch saugt der Taucher losen Kies und Sand in bis zu 12 Meter Tiefe an. Im Schnitt stirbt in Shabunda ein Taucher pro Monat, meist weil er sich im Dunkel des trüben Gewässers so in das Flussbett eingräbt, dass ausgehöhlte Sedimentmassen über ihm zusammenbrechen und ihn zuschütten. Das angesaugte Geröll wird auf dem Floss über eine Waschrinne befördert, wobei der mit glitzernden Goldsplittern gespickte feine Sand in darauf platzierten Teppichen liegen bleibt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.