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Lasst uns graben!

Viele kluge Menschen denken darüber nach, wie man Konflikte entschärfen kann. Wir hätten da eine Idee.

Susanne Kübler
Gräben zuschütten? Bringt nichts, leider.
Gräben zuschütten? Bringt nichts, leider.
PD

Das Land ist gespalten, ach was: zersplittert! Zerbrösmelt! Jung gegen Alt, Männer gegen Frauen, Mütter gegen Kinder­lose, Romandie gegen Deutschschweiz, Zürich gegen den Rest, links gegen rechts, SBB gegen Generalabonnenten, Veganer gegen Fleischfresser, reich gegen arm, Klimaschützerinnen gegen Klimawandelleugner – es nimmt kein Ende. Gräben zuschütten, lautet deshalb das Mantra, seit Jahrzehnten schon – mit dem einzigen Resultat, dass inzwischen auch noch die Weltverbesserer und die Resignierten aufeinander losgehen.

Zeit also, sich eine neue ­Strategie auszudenken. Wie wärs denn, wenn man die Fronten brechen würde durch noch mehr Fronten? Die gegnerischen Lager auf­teilen, bis sie keine Macht mehr hätten? So viele Gräben ziehen, dass irgendwann jeder auf seiner Scholle sitzt und nur noch gegen sich selber schimpfen kann?

Möglichkeiten gäbe es genug: Genderspezialist*innen gegen GenderspezialistInnen, Siezer gegen Duzer, Marvel-Fans gegen DC-Comics-Verfechter, Stricker gegen Häkler, Jägerinnen gegen Schisshasen, Butter gegen Margarine, Pilzsammler gegen Kunstsammler, Regenbogen-Aktivistinnen gegen Farbenblinde, Haus­besitzer gegen Hausbesetzer, Humorlose gegen Ironikerinnen, Hobbygärtner gegen Heupfnüsler, Bildschirmsüchtige gegen Schirmbildsüchtige, Kaffeetrinkerinnen gegen Teefetischisten ...

Apropos: Vielleicht wäre die Lösung des Problems auch einfach eine tägliche Maximaldosis Kamillentee.

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