Constantin: «Die Liga wollte Krieg, den haben sie nun»

Die Disziplinarkommission der Liga greift nach dem Ausraster von Sion-Präsident Christian Constantin durch. Seine Reaktion ist heftig.

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Die Attacke gegen Rolf Fringer hat Folgen: Christian Constantin wird für 14 Monate gesperrt und muss dazu eine Busse von 100'000 Franken bezahlen. Dies gibt die Liga in einer Medienmitteilung bekannt. Die Platzsperre gilt ab sofort und für Spiele der Super- und Challenge League, des Schweizer Cups und Länderspiele der Männer-A-Nationalmannschaft.

Das Vergehen: Christian Constantin griff Teleclub-Experte Rolf Fringer an. Video: Tamedia.

«Die Disziplinarkommission der Swiss Football League (SFL) taxiert das Vorgehen von Constantin gegenüber Rolf Fringer als klaren und schwerwiegenden Verstoss gegen die Verhaltensregeln des Schweizerischen Fussballverbandes SFV», begründet die Liga den Entscheid. Ausserdem sei berücksichtigt, dass in Vergangenheit bereits ähnliche Disziplinarverfahren gegen Constantin durchgeführt werden mussten.

Constantin habe die Gelegenheit, innert fünf Tagen beim Rekursgericht der SFL den Entscheid anzufechten, schreibt die Liga weiter. Ein allfälliger Rekurs hätte keine aufschiebende Wirkung. Das Verfahren gegen Sohn Barthélémy Constantin läuft derzeit noch.

Christian Constantin fand gegenüber der Zeitung «Le Matin» deutliche Worte zum Urteil: «Es bringt mich zum Lachen. Ich nehme es zur Kenntnis, aber nicht mehr. Es beweist die Inkompetenz dieser Kommission. Ich wurde nicht vorgeladen oder angehört. Sie wollten Krieg – und den haben sie nun. Man wird sehen, wer am Ende noch steht.»

Zur Busse sagte CC: «Es wird sich zeigen, wer wen bezahlt.» Ebenfalls gab der Sion-Präsident an, am Sonntag ans Heimspiel gegen St. Gallen zu gehen: «Weshalb sollte ich nicht? Ich bin Mieter des Tourbillons. Wenn man mir sagt, ich solle nicht zu Hause schlafen, dann gehe ich trotzdem, oder?»

Am 21. September attackierte Christian Constantin den Teleclub-Experten Rolf Fringer mit Ohrfeigen und Fusstritten. Später zeigt der Sion-Präsident keine Reue und sagt: «Das hat mir gutgetan. Wenn man attackiert wird, muss man sich wehren.» Zwei Tage zuvor hatte sich Fringer in einem TV-Talk sehr kritisch über Constantin und seinen FC Sion geäussert: «Man muss wirklich sagen, Christian Constantin ist ein Narzisst. Er schaut nur für sich, hat null Empathie und Gefühle für andere Leute.»

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Kommentar: Das Opfer seiner selbstChristian Constantins Stadionverbot ist nicht nur auf seinen Ausbruch gegen Rolf Fringer zurückzuführen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 12.10.2017, 11:16 Uhr

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