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Ein Jahr First-Lady-Look mit Melania

Die First Lady der USA fiel im vergangenen Jahr besonders durch teure Outfits auf – sie folgt damit nicht der «America First»-Strategie ihres Mannes.

Sie widersetzt sich der «Amerika First»-Agenda ihres Mannes: Keine andere First Lady seit Jackie Kennedy trug so viele europäische Kleider wie Melania Trump.
Sie widersetzt sich der «Amerika First»-Agenda ihres Mannes: Keine andere First Lady seit Jackie Kennedy trug so viele europäische Kleider wie Melania Trump.
Alberto Lingria, Reuters
Bleibt ihren Wurzeln treu: Die gebürtige Slowenin trägt häufig ärmelbetonte Oberteile, figurbetonte Kleidungsstücke in auffälligen Farben und Sonnenbrillen.
Bleibt ihren Wurzeln treu: Die gebürtige Slowenin trägt häufig ärmelbetonte Oberteile, figurbetonte Kleidungsstücke in auffälligen Farben und Sonnenbrillen.
AP Photo/Craig Ruttle, Reuters
First Lady im Doppelpack: Die französische Präsidentengattin Brigitte Macron ist 25 Jahre älter als ihr Mann, Melania Trump ist 24 Jahre jünger als ihr Mann.
First Lady im Doppelpack: Die französische Präsidentengattin Brigitte Macron ist 25 Jahre älter als ihr Mann, Melania Trump ist 24 Jahre jünger als ihr Mann.
Charles Platiau, Reuters
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Michelle Obama unterstützte junge Designer aus den USA, Laura Bush trug klassische, eher patriotisch anmutende Kleider und Hillary Clinton war zu ihrer Zeit als First Lady bekannt für pastellfarbene Deuxpièces.

Die Kleider der Präsidentengattinnen gaben besonders in Klatschspalten zu reden. Von Laura Bush sagt man, sie sei geschockt gewesen, als sie die Menge Designerkleider sah, die sie tragen sollte. An ihrem ersten Inaugurationsball trug sie schliesslich ein Kleid eines Designers aus ihrem Heimatstaat Texas.

Anders war es bei der Gattin des amtierenden Präsidenten. Zahlreiche Designer zeigten ihre Abneigung gegen ihren Mann, indem sie sich öffentlich weigerten, Melania Trump einzukleiden.

Keine «America First»-Strategie

Nichtsdestotrotz fiel der Kleidungsstil Melanias in den letzten Monaten auf. Der teure Modegeschmack des ehemaligen Models wurde besonders Mitte der 90er-Jahre geprägt, als sie in Paris lebte. Die gebürtige Slowenin steht in ihrer Kleiderwahl offensichtlich bis heute zu ihren europäischen Wurzeln. Keine der First Ladys seit Jackie Kennedy trug so viele europäische Kleider wie sie.

Anders als Michelle Obama, die öfter mit Designern zusammenarbeitete, werden die Kleider für Melania aber von der Stange gekauft. So wissen die Designer nicht, für wen die verkauften Kleider sind.

Accessoire im Wert von 50'000 Dollar

Mit einigen Outfits trat die ansonsten zurückhaltende Millionärsgattin jedoch ziemlich ins Fettnäpfchen. Just zum Zeitpunkt, in dem ihr Mann die Gesundheitsreform Obamacare abschaffen wollte, die Millionen Amerikaner die Krankenversicherung gekostet hätte, trug sie einen Seidenschal von Dolce & Gabana im Wert von 50'000 Dollar. Schnell sagten die Politkommentatoren, dass dieser Preis über dem durchschnittlichen Jahreseinkommen eines US-Haushaltes liege. Somit lag ein Vergleich mit der Gattin Louis XVI, Marie Antoinette, nicht weit, deren verschwenderischer Lebensstil sie zu Fall brachte. Und als Melania in High Heels das texanische Hurrikangebiet besuchte, brach ein regelrechter Shitstorm über sie herein.

Video: In High Heels bei den Hurrikanopfern

Donald Trump und Melania Trump treffen die Flutopfer von Texas. (Video: Tamedia)

Lediglich ihr Outfit beim Einsatz mit den Kindern im Gemüsegarten des Weissen Hauses mit Jeans, Sneakers und einer Bluse brachte ihr Lob ein.

Der Einwanderer Hervé Pierre aus Frankreich berät die Präsidentengattin mit dem teuren und exquisiten Geschmack. «Mrs. Trump trägt, was sie mag und was dem Anlass angemessen ist», erklärte er. «Sie hat und hatte bereits einen sehr persönlichen Modestil, bevor sie First Lady wurde. Wie man sieht, mag sie Anzüge und strukturierte Kleider.»

Alles dreht sich um die Ärmel

Michelle Obama zeigte ihre durchtrainierten Oberarme häufig in ärmellosen Kleidern. Melania Trumps Ärmel ziehen eher durch die aussergewöhnliche Glockenform die Aufmerksamkeit auf sich.

Die unter den weiten Mänteln verborgenen Hände scheinen zudem die unterschwellige Botschaft zu stützen, dass sie eher als eine modische und nicht als eine anpackende First Lady in die Geschichte eingehen möchte.

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