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Monsieur Jet-Beschaffer

Über dem neuen Armeechef kreist schon das Gripen-Desaster. Philippe Rebord hält sich für «neutral und objektiv» beim Kampfjet-Kauf.

Walliser mit sehr gutem Deutsch: Dass seine Muttersprache Französisch ist, habe bei der Ernennung keine Rolle gespielt, sagt Philippe Rebord.
Walliser mit sehr gutem Deutsch: Dass seine Muttersprache Französisch ist, habe bei der Ernennung keine Rolle gespielt, sagt Philippe Rebord.
Keystone

Der Kauf neuer Kampfjets ist eine der grossen Baustellen für den neuen Armeechef Philippe Rebord. Er glaubt, für ihn als Mitglied der Bodentruppen sei es einfacher, ein Flugzeug zu beschaffen.

Die Beschaffung neuer Jets müsse schnell vorangetrieben werden, sagte Rebord im Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche». Ein Armeechef, der vom Heer komme, sei vielleicht «neutraler und objektiver», um die verschiedenen Aspekte zu beurteilen. 2014 hatte das Volk den Kauf von 22 Gripen-Kampfjets abgelehnt.

Der neue Armeechef Philippe Rebord übernimmt eine Armee im Umbruch – mit folgenden Schwerpunkten:
Der neue Armeechef Philippe Rebord übernimmt eine Armee im Umbruch – mit folgenden Schwerpunkten:
Keystone
Umwandlung zur neuen Armee bis Januar 2018: Ueli Maurer beim Kasernengespräch zur WEA in Wangen. (30. September 2014)
Umwandlung zur neuen Armee bis Januar 2018: Ueli Maurer beim Kasernengespräch zur WEA in Wangen. (30. September 2014)
Anthony Anex, Keystone
Sollte sich der Bundesrat für einen Einsatz zur Unterstützung an der Grenze entscheiden, muss die Armee solche Aufträge mit kürzerer Vorbereitungsfrist als bisher ausführen können: Grenzwächter in Chiasso. (12. Juli 2016)
Sollte sich der Bundesrat für einen Einsatz zur Unterstützung an der Grenze entscheiden, muss die Armee solche Aufträge mit kürzerer Vorbereitungsfrist als bisher ausführen können: Grenzwächter in Chiasso. (12. Juli 2016)
Francesca Agosta, Keystone
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Die Tatsache, dass Verteidigungsminister Guy Parmelin mit dem Walliser Rebord einen Romand zum Armeechef ernannt hat, ist bei einigen Parlamentariern nicht besonders gut angekommen. Rebord hält die Polemik für einen «Sturm im Wasserglas» – die Sprache habe bei der Wahl keine Rolle gespielt, sagte er im Interview.

Neben der Flugzeugbeschaffung übernimmt der neue Chef der Armee noch mehrere Grossbaustellen wie die Armeereform WEA und Bodluv. Die Erwartungen, die die Politik formuliert, sind gross. «Zügig» soll er Reformen umsetzen, «straff» führen, den Militärdienst attraktiver und moderner machen. Doch dem Neuen wird vieles zugetraut.

Frankofones Führungsduo: VBS-Chef Guy Parmelin und der neue Armeechef Philippe Rebord auf dem Weg zu einer Medienkonferenz. (Foto: Keystone; 16. September 2016)
Frankofones Führungsduo: VBS-Chef Guy Parmelin und der neue Armeechef Philippe Rebord auf dem Weg zu einer Medienkonferenz. (Foto: Keystone; 16. September 2016)

«Rebord erfüllt das geforderte Profil und hat das Vertrauen der Schweizerischen Offiziersgesellschaft», sagte deren Generalsekretär Daniel Slongo der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage. Die Kompetenz und die Qualifikation des 59-Jährigen seien unbestritten.

Eine dieser Kompetenzen sind gemäss Slongo die guten Deutschkenntnisse des Wallisers. Viel wichtiger aus Sicht der Offiziere ist aber, dass Rebord die Umsetzung der Weiterentwicklung Armee (WEA) zu seiner Priorität Nummer eins erklärt hat, «was sich mit unseren Zielen deckt».

SDA/spu

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