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Ständerat lässt das Abstammungsrecht überprüfen

Das Abstammungsrecht legt fest, wer Mutter und wer Vater eines Kindes ist. Der Ständerat will wissen, ob angesichts neuer Familienmodelle und Reproduktionsmethoden das Abstammungsrecht angepasst werden muss.

Anpassung an moderne Familienmodelle: Der Ständerat will das Abstammungsrecht überprüfen lassen.
Anpassung an moderne Familienmodelle: Der Ständerat will das Abstammungsrecht überprüfen lassen.
ANTHONY ANEX, Keystone

Der Ständerat hat dazu am Mittwoch stillschweigend ein Postulat seiner Rechtskommission überwiesen. Das geltende fortpflanzungsmedizinische Verbot der Ei- und der Embryonenspende sowie der Leihmutterschaft soll der Bundesrat in seinem Bericht zwar nicht in Frage stellen.

Dass Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz verbotene Reproduktionsmethoden im Ausland in Anspruch nehmen, will die Kommission aber nicht ausser Acht lassen. Der Bundesrat soll prüfen, ob und wie das Abstammungsrecht dieser Tatsache Rechnung tragen kann, heisst es im Postulatstext.

Der Bundesrat ist bereit, den Bericht zu erstellen. Vom Abstammungsrecht hängen nicht nur die Verantwortung für ein Kind ab, sondern auch das Unterhaltsrecht, Unterstützungspflichten für Vater und Mutter sowie die Gesetzgebung zum Erben.

SDA/aqie

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