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Stress und Schmerz vor dem finalen Stromschlag

Der Fleischwarenproduzent Micarna wendet bei der Hühnerschlachtung die umstrittene Elektromethode an. Nun prüft die Migros-Tochter, es dem Konkurrenten Bell gleichzutun, der seit 2011 darauf verzichtet.

Mit der Gasmethode können Hühner heute weitgehend angst- und schmerzfrei betäubt werden. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)
Mit der Gasmethode können Hühner heute weitgehend angst- und schmerzfrei betäubt werden. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

«Fleisch ist Mord». Unter diesem Titel haben am letzten Samstag in Bern 700 Tierrechtler die Schliessung aller Schlachthäuser verlangt. Die Forderung ist zurzeit politisch chancenlos. Breiter abgestützt ist hingegen ein anderes Postulat: Wenn Tiere getötet werden, soll dies möglichst schonend erfolgen. Doch diesem Anspruch scheinen die Fleischverarbeiter nur bedingt gerecht zu werden. Tierschützer jedenfalls monieren, dass bei den Schweizer Hühnern ein problematisches Instrument nach wie vor zum Arbeitsgerät der Fleischverarbeiter gehört: die Elektrobetäubung.

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