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Trump gibt Mikrofon Schuld für Schniefen

Der Republikaner gab bei der ersten TV-Debatte mehrmals eigenartige Töne von sich. Er wittert eine Verschwörung und nennt weitere Gründe für sein mageres Abschneiden.

Donald Trump hat sich nach seiner ersten Fernsehdebatte gegen Hillary Clinton darüber geklagt, dass sein Mikrofon kaputt gewesen sei. Er frage sich, «ob dies Absicht» sei, sagte Trump im Anschluss bei einem Besuch im Presseraum am Montagabend.

Während der Debatte schniefte Trump wiederholt – so als hätte er eine laufende Nase. Dies tat er bei der im Fernsehen übertragenen Veranstaltung hörbar laut und sorgte damit in sozialen Medien für Kommentare und Witzeleien.

Vergleich mit Al-Gores Seufzer

Im Kurznachrichtendienst Twitter wurde das Hashtag #sniffle (englisch für «schniefen») schnell populär. Einige Nutzer verglichen das hörbare Atmen oder laute Schniefen mit dem Seufzen Al Gores während einer Debatte der Präsidentschaftskandidaten im Jahr 2000. Der Clinton-Unterstützer Howard Dean, ehemaliger Gouverneur von Vermont und Ex-Präsidentschaftsbewerber, ging sogar noch einen Schritt weiter. Auf Twitter stellte er die Frage, ob Trump ein «Kokain-Konsument» sei.

Die Trump-Kampagne reagierte zunächst nicht auf eine Bitte um einen Kommentar zur Gesundheit des Republikaners oder zu Deans Frage. Clinton brachte die Angelegenheit während der Debatte nicht zur Sprache.

Vorwurf falsche Fragen

Es war nicht das erste Mal, dass der republikanische Präsidentschaftskandidat mutmasst, dass sich äussere Kräfte gegen ihn verschworen haben könnten. Trump hat seine Unterstützer schon mehrfach gewarnt, dass ihm eine vermutlich «manipulierte» Wahl im November den Sieg kosten könnte.

Ausserdem warf er Moderator Lester Holt indirekt vor, Clinton gewisse kritische Fragen nicht gestellt zu haben: «Nichts zu den E-Mails, nichts zur korrupten Clinton-Stiftung. Und nichts zu Benghazi», twitterte er.

Mit seiner Leistung in der Debatte zeigte sich Trump überaus zufrieden. Sie sei grossartig gelaufen, sagte er der Nachrichtenagentur AP. An den nächsten zwei Debatten werde er definitiv teilnehmen, versicherte er.

Clinton ruft Anhänger zum Abstimmen auf

Auch Clinton gab sich nach der Debatte selbstbewusst. Sie fühle sich gut, erklärte sie auf einer Feier mit Anhängern in Long Island. Ihre Unterstützer rief sie zur regen Stimmabgabe auf – vor allen in den Staaten Pennsylvania, Ohio und New Hampshire, in denen sich demokratische und republikanische Kandidaten fast bei jeder Präsidentenwahl ein enges Rennen liefern.

Bildstrecke – das erste TV-Duell in den USA:

Shakehands zum Auftakt: Donald Trump und Hillary Clinton trafen sich zum ersten TV-Duell im Präsidentschaftswahlkampf. (27. September 2016)
Shakehands zum Auftakt: Donald Trump und Hillary Clinton trafen sich zum ersten TV-Duell im Präsidentschaftswahlkampf. (27. September 2016)
Reuters
Begrüssen sich vor dem TV-Duell: Die Ehefrau von Donald Trump, Melania, und Ex-Präsident Bill Clinton. (27. September 2016)
Begrüssen sich vor dem TV-Duell: Die Ehefrau von Donald Trump, Melania, und Ex-Präsident Bill Clinton. (27. September 2016)
Reuters
Gemeinsam schaut es sich besser: Trump-Anhänger essen Pizza und verfolgen gespannt das Duell. (26. September 2016)
Gemeinsam schaut es sich besser: Trump-Anhänger essen Pizza und verfolgen gespannt das Duell. (26. September 2016)
AFP
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