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Attacken auf Polizisten überschatten Feiern

In Deutschland und Frankreich wurden an Silvester Angriffe auf Einsatzkräfte verübt. Doch das neue Jahr wurde auch friedlich gefeiert.

Spektakuläre Feuerwerksshows: So feiert die Welt ins Jahr 2018. (Video: Tamedia/AFP)

Als letzte Menschen ins neue Jahre rutschten die Bewohner der zur Insel-Gruppe Amerikanisch-Samoa gehörenden Insel Tutuila, am Montag um 12 Uhr Schweizer Zeit.

Bereits am Sonntag um 11 Uhr mitteleuropäischer Zeit (MEZ) feierten ihre Nachbarn jenseits der Datumsgrenze, die Bewohner des Inselstaats Samoa. Nach Neuseeland begrüsste dann Australien mit einem spektakulären Feuerwerk in Regenbogenfarben in Sydney 2018. Damit wurde der Beschluss Australiens für die Ehe von Schwulen und von Lesben gefeiert. Etwa 1,6 Millionen Menschen hatten sich in der Hafengegend an der Harbour Bridge versammelt.

Statt mit einem Feuerwerk begrüsste das Golfemirat Dubai das neue Jahr mit einer aussergewöhnlichen Lichtshow rund um den höchsten Wolkenkratzer der Welt. Der 828 Meter hohe Burj Khalifa wurde dabei ab 21.00 Uhr MEZ zur «Leinwand» für die knapp sechsminütige Show.

Happy New Year: Silvesterfeiern in Frankfurt. (1.1.2018)
Happy New Year: Silvesterfeiern in Frankfurt. (1.1.2018)
Frank Rumpenhorst/DPA, Keystone
In Leipzig wurden Polizisten mit Feuerwerkskörpern angegriffen.
In Leipzig wurden Polizisten mit Feuerwerkskörpern angegriffen.
Sebastian Willnow/DPA, Keystone
Aus Angst vor Anschlägen wurden die Sicherheitsmassnahmen verstärkt. Die Sicherheitsleute kontrollieren Personen und Taschen.
Aus Angst vor Anschlägen wurden die Sicherheitsmassnahmen verstärkt. Die Sicherheitsleute kontrollieren Personen und Taschen.
PETER PARKS, AFP
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Es folgten Silvesterfeiern in Berlin, Paris oder London - und in der Schweiz bei milden Temperaturen. Bei minus 12 Grad Celsius haben hingegen Menschen in New York City in das neue Jahr hineingefeiert. Um 6 Uhr Schweizer Zeit fiel die berühmte Kristallkugel am Times Square hinunter, Konfetti und Feuerwerk markierten den Beginn des neuen Jahres. Wegen der Temperaturen hatten sich deutlich weniger Menschen als üblich vor Ort versammelt. Feiernde trugen dicke Mützen, Handschuhe, Geschichtsmasken und mehrere Schichten Kleidung. Andere joggten oder tanzten, um sich warm zu halten.

Polizisten mit Steinen und Böllern attackiert

Die Silvester-Feiern wurden überschattet von mehreren Zwischenfällen. Ein Angriff auf eine Polizistin und einen Polizisten in der Silvesternacht hat in Frankreich grosse Empörung ausgelöst. Die Beamten wurden bei einem Einsatz in einem Vorort von Paris attackiert, wie die Polizeipräfektur der Hauptstadt am Montag bestätigte.

Präsident Emmanuel Macron verurteilte den Vorfall via Twitter als «feige und kriminelle Lynchjustiz». Er versicherte, dass die Schuldigen gefunden und bestraft würden. In der Silvesternacht wurden in Frankreich auch wieder Hunderte Autos angezündet - insgesamt gingen 1031 Fahrzeuge in Flammen auf, mehr als im Vorjahr (935).

Landesweit wurden nach Angaben des Innenministeriums elf Polizisten und Gendarmen verletzt. Der aufsehenerregendste Fall spielte sich in Champigny-sur-Marne östlich der französischen Hauptstadt ab, wo eine Gruppe auf die beiden Beamten losging.

Raketen verboten

Ein Polizist erhielt einen Faustschlag ins Gesicht, wodurch seine Nase brach. Seine zu Boden geworfene Berufskollegin wurde nach Darstellung von Innenminister Gérard Collomb von mehreren Personen umringt, die sie traten und schlugen. Französische Medien verwiesen auf Videobilder, die in sozialen Netzwerken kursierten und die brutale Szene zeigen sollen. Die Polizisten waren gerufen worden, weil mehrere Personen versucht hatten, sich Zugang zu einer grossen Silvesterparty zu verschaffen.

Doch es wurde auch gefeiert. In der französischen Hauptstadt feierten die Menschen mit einem Feuerwerk an den Champs-Élysées. Am Triumphbogen am Ende der Prachtstrasse stieg ein kurzes Pyrotechnik-Spektakel in den Himmel. Ansonsten waren Raketen und Böller in der «Stadt der Lichter» an Silvester aber verboten.

Auch in Deutschland Angriffe auf Beamte

Bei der grössten Silvesterparty Deutschlands am Brandenburger Tor in Berlin feierten mehrere Hunderttausend. Hier und in weiteren Grossstädten wurden anders als vor zwei Jahren in Köln nur vereinzelt sexuelle Übergriffe auf Frauen gemeldet. Zwei Männer im Bundesland Brandenburg starben bei Unfällen mit Böllern, zahlreiche weitere Menschen wurden mit - oftmals illegalen - Knallern verletzt.

Rund 40 bis 50 Randalierer griffen in Leipzig Polizisten in der Silvesternacht mit Böllern und Steinen an. Mehrere Personen wurden wegen schweren Landfriedensbruchs in Gewahrsam genommen. Auch an anderen Orten in Deutschland gab es Angriffe auf Sicherheits- und Rettungskräfte: Die Berliner Feuerwehr berichtete von «massiven Angriffen auf Einsatzkräfte und Einsatzfahrzeuge» durch Feuerwerkskörper. Zudem sei die Besatzung eines Rettungswagens mit Schusswaffen bedroht worden. In Berlin wurden Polizisten mit Flaschen beworfen. In Bremen wurden Beamte am Bahnhofsplatz mit Pyrotechnik beschossen. In Stuttgart gab es Verletzte, weil Polizisten und Feuerwehrleute durch Böller und Raketen bei der Arbeit behindert wurden.

Messerangriff in London

In London sind am Sonntag und Montag vier Männer im Alter von 17 bis 20 Jahren erstochen worden. Eine weiterer 20-Jähriger schwebt in Lebensgefahr. Fünf Männer wurden verhaftet. Die Fälle passierten an verschiedenen Tatorten (Enfield, West Ham, Tulse Hill und Old Street) und hängen laut der Metropolitan Police nicht zusammen. Sie spricht von «sinnloser Gewalt». Die Untersuchungen laufen allerdings noch.

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