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Zirkzee kam, sah und traf erneut für die Bayern

Bayern München schlägt in der 17. Runde der Bundesliga Wolfsburg 2:0. Matchwinner ist der Joker Joshua Zirkzee. Leipzig ist Herbstmeister.

Bayern München tut sich gegen Wolfsburg lange schwer: Benjamin Pavard (links) gegen Kevin Mbabu, der bei Wolfsburg erneut von Beginn weg spielt.
Bayern München tut sich gegen Wolfsburg lange schwer: Benjamin Pavard (links) gegen Kevin Mbabu, der bei Wolfsburg erneut von Beginn weg spielt.
Philipp Guelland, Keystone
Wieder eine verpasste Torchance: Robert Lewandowski hadert. Die Tore zum 2:0 fallen spät.
Wieder eine verpasste Torchance: Robert Lewandowski hadert. Die Tore zum 2:0 fallen spät.
Matthias Balk, Keystone
Bremens Trainer Trainer Florian Kohfeldt steht auch nach der vierten Niederlage in Folge nicht zur Disposition.
Bremens Trainer Trainer Florian Kohfeldt steht auch nach der vierten Niederlage in Folge nicht zur Disposition.
Marius Becker, Keystone
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Tor-Youngster Joshua Zirkzee hat den FC Bayern auch zum Jahresabschluss wieder gerettet. Der 18-jährige Niederländer avancierte beim 2:0 gegen den VfL Wolfsburg mit seinem Joker-Tor in der 85. Minute erneut zum Münchner Matchwinner. Erst am Mittwoch hatte der Nachwuchsspieler beim 3:1 in Freiburg in der Nachspielzeit bei seiner ersten Ballberührung zum 2:1 getroffen.

Auch da hatte ihn Trainer Hansi Flick kurz vor Schluss für den Brasilianer Philippe Coutinho eingewechselt. Und wie in Freiburg legte Nationalspieler Serge Gnabry anschliessend noch ein Tor nach (89.).

Der Bayern-Tank schien bis zum späten Doppelschlag leer. Dann aber legte Thomas Müller erst Zirkzee den Ball auf – und kurz danach Robert Lewandowski beim 2:0 Gnabry. Beide Male war auch der bis dahin herausragend haltende Koen Casteels im VfL-Tor machtlos.

Der deutsche Dauermeister beendete seine schwächste Hinrunde in der Bundesliga seit der Saison 2010/11 mit 33 Punkten, vier Zähler hinter Platz eins. Flick erreichte damit sein Ziel von drei Siegen in der abschliessenden englischen Woche. Es wird erwartet, dass die Bayern-Verantwortlichen an dem 54-Jährigen bis zum Saisonende als Chefcoach festhalten werden. Diese Entscheidung soll zeitnah fallen. Die lange wehrhaften Wolfsburger kassierten beim 23. sieglosen Gastspiel in München die 21. Niederlage.

Leipzig dreht Spiel gegen Augsburg

Eine Schale gibt es nicht, doch ein Höhepunkt in der jungen Geschichte von RB Leipzig ist es dennoch. Dank einer Energieleistung besiegen die Sachsen den FC Augsburg und sind Herbstmeister. Am letzten Spieltag vor Weihnachten drehte RB einen Rückstand zu einem 3:1 (0:1). Florian Niederlechner (8.) hatte die Gäste früh in Führung geschossen. Doch gerade in der zweiten Halbzeit machte Leipzig mächtig Druck, kam durch Konrad Laimer (68.), Patrik Schick (80.) und Yussuf Poulsen (89.) noch zum Sieg. Damit stehen erstmals seit 2009 – dem Gründungsjahr von RB – nicht Bayern München oder Borussia Dortmund zu Weihnachten an der Tabellenspitze.

«Es ist schön, über Weihnachten auf die App zu schauen und das eigene Logo oben zu sehen», hatte RB-Trainer Julian Nagelsmann seinen Spielern mit auf den Weg gegeben. Grund für Optimismus gabs genug. Schliesslich hatte der RB-Trainer in sieben Duellen mit Augsburg noch nie verloren und auch aus den vier Aufeinandertreffen mit dem Schweizer Martin Schmidt zwei Siege und zwei Unentschieden geholt.

Gladbach mit magerem 0:0

Borussia Mönchengladbach hat die Mini-Siegesserie von Jürgen Klinsmann bei Hertha BSC beendet, einen krönenden Abschluss seiner stärksten Bundesliga-Hinrunde seit 1976 aber verpasst. Das Team von Trainer Marco Rose überwintert nach dem mauen 0:0 mit einem Rückstand von zwei Punkten Rückstand auf Herbstmeister RB Leipzig.

Die Berliner kamen zwar nicht zum dritten Erfolg nacheinander, hoffen aufgrund der jüngsten Steigerung unter Klinsmann aber auf einen weiteren Aufschwung in der zweiten Halbserie. Allerdings darf durch das Unentschieden Stadtrivale 1. FC Union als Berlins Nummer eins Weihnachten feiern. Vor 50'208 Zuschauer im Olympiastadion gingen beide Mannschaften nicht ins letzte offensive Risiko. In der Schlussphase schienen sich beide Teams mit dem Remis zufrieden zu geben.

Petersen stellt Löw-Rekord ein

Nils Petersen hat den Freiburger Tor-Rekord von Bundestrainer Joachim Löw eingestellt. Mit seinem verwandelten Elfmeter in der 54. Minute zum zwischenzeitlichen 1:1 im Duell beim FC Schalke 04 (2:2) schraubte der Mittelstürmer des Breisgauer Bundesligisten sein Torkonto auf 83 und ist nun gemeinsam mit Löw Rekordtorschütze des Clubs.

Löw hatte als aktiver Fussballer 83 Tore für Freiburg erzielt – aber alle, als die Südbadener noch in der 2. Bundesliga spielten. Der 30-jährige Petersen brauchte zudem deutlich weniger Pflichtspiele als Löw, um auf diese Bestmarke zu kommen.

Bayer Leverkusen hat seine Negativserie gestoppt und in Unterzahl einen wertvollen 1:0 (0:0)-Sieg beim FSV Mainz 05 gelandet. Lucas Alario bescherte der Werkself mit seinem Treffer in der Nachspielzeit wertvolle drei Punkte im Kampf um einen internationalen Startplatz.

Im Tabellenkeller wird die Lage für Werder Bremen immer brenzliger: Das Team von Trainer Florian Kohfeldt enttäuschte beim 0:1 beim 1. FC Köln erneut und könnte am Sonntag noch auf einen direkten Abstiegsplatz durchgereicht werden. Kohfeldt muss auch nach der vierten Niederlage in Serie und nur 14 Punkten aus 17 Spielen nicht um seinen Job bangen. «Das wird bei uns nicht passieren», kündigte Aufsichtsratschef Marco Bode noch einmal an.

Bayern München - Wolfsburg 2:0 (0:0) 75'000 Zuschauer. Tore:86. Zirkzee 1:0. 89. Gnabry 2:1. Bemerkungen: Wolfsburg mit Mbabu, bis 66. mit Steffen, ohne Mehmedi (verletzt).

Leipzig - Augsburg 3:1 (0:1). 40'562 Zuschauer. Tore: 8. Niederlechner 0:1. 68. Laimer 1:1. 80. Schick 2:1. 90. Poulsen 3:1. Bemerkungen:Leipzig ohne Mvogo (Ersatz). Augsburg mit Vargas/verwarnt und Lichtsteiner.

Köln - Werder Bremen 1:0 (1:0) 50'000 Zuschauer. Tor:39. Cordoba 1:0. Bemerkungen: Werder Bremen ohne Lang (Ersatz).

Mainz - Bayer Leverkusen 0:1 (0:0) 24'345 Zuschauer. Tor: 93. Alario 0:1. Bemerkungen: Mainz mit Edimilson Fernandes. 71. Gelb-rote Karte gegen Wendell (Bayer Leverkusen).

Schalke - Freiburg 2:2(1:0) 61'867 Zuschauer. Tore:27. Serdar 1:0. 54. Petersen (Foulpenalty) 1:1. 67. Grifo (Foulpenalty) 1:2. 80. Kutucu 2:2.

Hertha Berlin - Borussia Mönchengladbach 0:0 50'208 Zuschauer. Bemerkungen: Borussia Mönchengladbach mit Sommer, Elvedi, Zakaria/verwarnt und bis 87. mit Embolo.

Rangliste: 1. RB Leipzig 17/37 (48:20). 2. Borussia Mönchengladbach 17/35 (33:18). 3. Bayern München 17/33 (46:22). 4. Borussia Dortmund 17/30 (41:24). 5. Schalke 04 17/30 (29:21). 6. Bayer Leverkusen 17/28 (23:21). 7. Hoffenheim 17/27 (25:28). 8. SC Freiburg 17/26 (27:23). 9. Wolfsburg 17/24 (18:18). 10. Augsburg 17/23 (28:31). 11. Union Berlin 16/20 (19:22). 12. Hertha Berlin 17/19 (22:29). 13. Eintracht Frankfurt 16/18 (26:27). 14. Mainz 05 17/18 (25:39). 15. 1. FC Köln 17/17 (19:32). 16. Werder Bremen 17/14 (23:41). 17. Fortuna Düsseldorf 16/12 (16:35). 18. Paderborn 16/9 (18:35).

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Dritte Halbzeit – der Tamedia Fussball-Podcast

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