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«Der schlimmste Albtraum»

Apple stellt heute Abend (Redaktion Tamedia berichtet ab 18.30 Uhr) mit grosser Wahrscheinlichkeit das verkleinerte iPad vor. Mit dem Gerät dürfte der Konzern den Konkurrenten den Wind aus den Segeln nehmen.

Wird heute wohl das kleine iPad zeigen: Apple-Chef Tim Cook, hier in einer Aufnahme vom 7. März 2012.
Wird heute wohl das kleine iPad zeigen: Apple-Chef Tim Cook, hier in einer Aufnahme vom 7. März 2012.
Keystone
Das Problem: Cook muss das Gerät so günstig in den Verkauf bringen, dass es den Rivalen Käufer abjagen kann - aber zugleich nicht so billig, dass die Apple-Fans dafür massenweise auf den Kauf eines grösseren iPad-Modells verzichten.
Das Problem: Cook muss das Gerät so günstig in den Verkauf bringen, dass es den Rivalen Käufer abjagen kann - aber zugleich nicht so billig, dass die Apple-Fans dafür massenweise auf den Kauf eines grösseren iPad-Modells verzichten.
Reuters
Und andere Computer? Möglich, dass der Apfel-Konzern ein 13 Zoll grosses MacBook Pro mit Retina-Display zeigt sowie die iMac- und Mac-mini-Serie auffrischt. Im Bild: Ein iMac.
Und andere Computer? Möglich, dass der Apfel-Konzern ein 13 Zoll grosses MacBook Pro mit Retina-Display zeigt sowie die iMac- und Mac-mini-Serie auffrischt. Im Bild: Ein iMac.
Reuters
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Gerade erst vor wenigen Wochen hat der US-Technologiekonzern Apple das neue iPhone 5 auf den Markt gebracht, schon steht das nächste Medienereignis bevor: Für Dienstag hat das Unternehmen zu einer Veranstaltung ins kalifornische San José eingeladen – und stellt dort aller Wahrscheinlichkeit nach ein Mini-iPad vor. Apple selbst hüllt sich wie gewohnt in Schweigen: «Wir haben euch noch was Kleines zu zeigen», hiess es lediglich in der gewohnt geheimniskrämerischen Einladung zu dem Termin.

Gerüchte über ein iPad im Mini-Format gibt es seit Monaten. Laut «Wall Street Journal» hat Apple die Produktion von zehn Millionen der kleineren Computerscheiben längst anlaufen lassen.

Nächsten Monat im Verkauf?

Pünktlich zum Beginn des Weihnachtsgeschäfts könnte das iPad-Mini am 2. November in die Läden kommen, wie Medien berichteten. Mit dem neuen Gerät dürfte Apple einigen Konkurrenten «den Wind aus den Segeln nehmen», sagt Roger Kay, Analyst der Research-Firma Endpoint Technologies Associates.

In dem Segment mit Tablets, die kleiner sind als das Kultobjekt von Apple, haben sich bereits viele Konkurrenten etabliert: Der äusserst erfolgreiche Kindle Fire von Amazon ist gerade erst im vergangenen Monat mit einer neuen Version an den Start gegangen. Sieben Zoll gross sind auch das Nexus 7 von Google und das Galaxy-Tablet von Samsung. Etwas wirklich Neues schafft Apple mit seinem kleineren Tabletcomputer mit einem 7,85-Zoll-Bildschirm also nicht. Die Entwicklung des Mini-iPad sei eher «defensiv», urteilt Kay.

Angriff im digitalisierten Schulbuchmarkt

Das iPad im Mini-Format sei für die Konkurrenz aber dennoch «der schlimmste Albtraum», meint der Analyst Shaw Wu von Sterne Agee. Sein Erfolg hänge allerdings vom Preis ab. Wu rechnet damit, dass das kleinere iPad für 299 oder 349 Dollar auf den Markt kommt. Apple könnte sich aber auch für einen «Angriff zum Töten» bereit machen und das Gerät zulasten seiner Gewinnmarge für 199 Dollar anbieten – dem Noch-Preis für das Nexus 7 von Google.

Analysten rechnen aber in jedem Fall damit, dass auch das kleine iPad zum Verkaufsstart ein Hit wird. Es werde vermutlich auch dem grösseren iPad einige Käufer abjagen, glaubt Ben Reitzes von Barclays. Aber das kleinere Modell könnte Apple dabei helfen, seine Vorstellungen vom digitalisierten Schulbuchmarkt durchzusetzen – und schwere Bücher im Schulranzen überflüssig zu machen. Das kleinere Format dürfte auch für Nutzer interessanter sein, die das Gerät zum Spielen nutzten, ergänzt Reitzes.

Redaktion Tamedia berichtet ab 18.30 Uhr.

AFP/rek

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