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Die wahren Internetpiraten

Vor der Küste von San Francisco, ausserhalb der 12-Meilen-Zone, will der bekannte Silicon-Valley-Investor Peter Thiel eine schwimmende Stadt errichten, die nicht dem restriktiven US-Arbeitsgesetz unterliegt.

Spielwiese für Start-up-Unternehmer ohne Greencard: Entwurf von Blueseed. (Bild: Blueseed.co)
Spielwiese für Start-up-Unternehmer ohne Greencard: Entwurf von Blueseed. (Bild: Blueseed.co)

Das Projekt erinnert an die Zeiten vor rund vierzig Jahren, als englische Piratensender auf alten Fischkuttern ihren Betrieb aufnahmen und damit ein Beben in der damals innovationsarmen Radiowelt auslösten.

2013 werden auch die digitalen Wilden ein Piratenschiff haben, wie der Dienst «The Register» berichtet. Wenn es nach den Plänen des berühmten Silicon-Valley-Investors Peter Thiel (Paypal, Facebook) geht, wird vor der Küste San Franciscos bald eine Art schwimmende Stadt entstehen. Frei von Restriktionen der amerikanischen Gesetzgeber.

Zufluchtsort für ausländische Programmierer

Mit seinem Unternehmen Blueseed will Thiel mit ein paar Freunden ein Utopia in internationalen Gewässern, 12 Meilen vor der Küste der Halbinsel von San Francisco, gründen. Statt Piratenradios bietet Thiel Start-ups einen Zufluchtsort, damit diese frei von jeglicher staatlicher Regulierung arbeiten können.

Die Arbeitsgesetze seien in den USA mittlerweile so restriktiv, dass sie es Thiel laut eigenen Angaben unmöglich machten, mit Nicht-US-Start-ups in der Nähe des Silicon Valley arbeiten zu können. Auf dem Schiff hingegen – einer Zone ohne Greencards – brauchen ausländische Entwickler kein US-Arbeitsvisum. Jährlich müssen fast 7000 ausländische Hochschulabsolventen US-Universitäten verlassen, weil sie nicht in den USA bleiben dürfen.

Grosse Nachfrage aus den USA und Indien

Dem umtriebigen Unternehmer Thiel schwebt vor, eine altes Kreuzfahrtschiff oder ein Lastkahn in eine Pirateninsel umzurüsten. So sollen Wohnmöglichkeiten und Büros für rund 1000 Personen entstehen. Der Preis soll zudem moderat sein. Zwischen 1200 und 3000 Dollar wird ein Arbeitsplatz mit Wohnung kosten.

Mit dem Angebot erzeugt Thiel bereits jetzt eine hohe Nachfrage. Bereits 133 internationale Start-ups haben Interesse bekundet, an Bord zu kommen. Die Mehrheit der Unternehmen kommt aus den USA. Aber es gibt auch ein grosses Interesse aus Indien, Australien, Kanada und Europa.

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