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Vom iPhone-Hacker zu Zuckerbergs Liebling

Georg Hotz alias Geohot soll jetzt bei Facebook angestellt sein und für Mark Zuckerberg eine iPad-App entwickeln. Der US-Amerikaner geniesst seit seinen Angriffen gegen Sony und Apple unter Cyberkriminellen Kultstatus.

Die Szene trauert: Der Hacker Joshua Hill alias POsixNinja hat anlässlich der Meldung über Hotz' neuen Job eigens eine Videokonferenz abgehalten. Quelle: Youtube

Laut dem Blog Techunwrapped.com und verschiedenen US-Medien ist der Hackerszene ein berühmtes Mitglied verloren gegangen. Sie wollen in Erfahrung gebracht haben, dass Georg Hotz alias Geohot seit Mitte Mai für das weltgrösste Netzwerk Facebook arbeitet. Hotz selber hat offenbar in einem (nur für Freunde einsehbaren) Facebook-Eintrag über die Anstellung geschrieben: «Facebook ist wirklich ein toller Ort, um zu arbeiten.» Das Unternehmen konnte auf Anfrage von Redaktion Tamedia den Zuzug bislang weder bestätigen noch dementieren.

Der 22-jährige US-Amerikaner wurde mit Aktionen gegen die Playstation und das iPhone weltberühmt. Er knackte den Kopierschutz der Sony-Spielkonsole und wurde daraufhin von Sony verklagt. Der Rechtsstreit konnte im Frühling aussergerichtlich beigelegt werden – Hotz darf sich aber nicht mehr an Sony-Sicherheitssysteme heranmachen.

Jetzt soll das iPad plötzlich doch mobil sein

Offenbar ist es seine Aufgabe, eine iPad-App für Facebook zu entwickeln. Stimmt diese (ebenfalls unbestätigte) Information, wäre das eine Abkehr von Mark Zuckerbergs bisheriger App-Politik. Der Facebook-Gründer hat sich bislang immer gegen eine eigene Applikation für das Apple-Tablet ausgesprochen mit der Begründung, das iPad sei «nicht mobil». Gemäss Informationen der «New York Times» arbeitet Zuckerberg an der Lancierung des entsprechenden Miniprogramms mit.

Vor dem Hintergrund des Kampfes gegen die Facebook-Müdigkeit macht die Massnahme durchaus Sinn. Laut Cnn.com kehren immer mehr Nutzer dem Netzwerk den Rücken. So sollen allein im Monat Mai 7 Millionen Amerikaner und Kanadier ihren Account gelöscht haben (Redaktion Tamedia berichtete).

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