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Warnung vor Virenflut

Jeden Tag überfluten 3200 neue Schädlinge Windows-Systeme - Gratis-Virenkiller sind nicht schlechter als Kaufprogramme.

3200 neue Schädlinge gelangen derzeit jeden Tag ins Netz. Laut einer Pressemitteilung der G Data Software AG ist jeder vierte Schadcode ein Trojaner.

Trojaner und Backdoor

Dieser kann auf dem Computer ein Programm installieren, das es Hackern erlaubt, Softwareprogramme zu installieren, auszuführen, zu öffnen oder zu schliessen oder sogar die volle Kontrolle über die infizierten Computer zu erhalten.

Zweithäufigster Schadtyp ist der so genannte Backdoor mit einem Anteil von 20,5 Prozent. Backdoors sind besonders gefährlich, weil sie in einem System fest vorgegebene, nur dem Ersteller des Systems bekannte Passwörter oder andere versteckte Funktionen einbauen können, die ein Einloggen ohne Authentifizierung ermöglichen.

Insgesamt brachten Cyberkriminelle in den ersten acht Monaten des Jahres 527'000 neue Schädlinge in Umlauf. Und das ist erst der Anfang, glaubt man den Worten von Ralf Benzmüller, Leiter des G Data Security Lab. «Erfahrungsgemäss kommen die starken Malware-Monate im letzten Viertel des Jahres. Daher sollten wir uns auf einen heissen Herbst und Winter einstellen.» Die Hersteller dieser Programme hätten es besonders auf Anwenderdaten und die Einbindung der infizierten PCs in Botnetze abgesehen. Von Botnetzen spricht man, wenn viele PCs per Fernsteuerung zusammengeschlossen und zu bestimmten Aktionen missbraucht werden.

Florierender Daten-Handel

Laut Ralf Benzmüller floriet im Internet der Handel mit Zugangsdaten für Internetdienste, Bankkonten, Kreditkarteninformationen, Telefonnummern und E-Mailadressen. Diese würden von Datenhehlern ins Ausland verkauft und von unseriösen Anbietern fürs Direktmarketing genutzt.

Was sollen Computer-Benützer dagegen unternehmen? Das Magazin «PC Welt» hat untersucht, welche Sicherheits-Tools am besten schützen. Die Tester kommen zum überraschenden Schluss, dass Gratis-Programme den PC genau so gut schützen wie kostenpflichtige Software. Konkret testeten sie das Gratis-Programm Antivir Personal Free und das Kaufprogramm Kaspersky. «Wenn Geld keine Rolle spielt oder wenn es um den PC eines wenig erfahrenen Anwenders geht, dann ist die kostenpflichtige Sicherheits-Suite erste Wahl», schreibt PC Welt. Wer sparen wolle und gute Computer-Kenntnisse habe, sei mit einem Gratis-Paket aber eben so gut bedient.

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