Zum Hauptinhalt springen

Wie Microsoft den Computer sicherer machen will

Der Software-Konzern stellt einen Gratis-Scanner zur Verfügung, der auf einen USB-Stick geladen werden kann, aber nur zehn Tage funktioniert. Weshalb das so ist, erklärt der oberste Schweizer Sicherheitsverantwortliche des Konzerns.

Pflegebedürftig: Windows-Betriebssysteme müssen geschützt werden – doch mit was?
Pflegebedürftig: Windows-Betriebssysteme müssen geschützt werden – doch mit was?
Reuters

Vor kurzem präsentierte Microsoft – von der Öffentlichkeit quasi unbemerkt – einen Sicherheitsscan. Das Tool findet Viren und Spyware und löscht diese. Ein Ersatz für den Virenschutz, den jeder Nutzer auf seinem PC installiert hat (oder haben müsste)?

«Nein, auf keinen Fall», sagt Reto Häni, Chief Security Advisor von Microsoft Schweiz. Dennoch könne sich der Einsatz des Microsoft Safety Scanner genannten Programms lohnen. «Dann etwa, wenn die Sicherheitssoftware abgelaufen ist oder man den Verdacht hegt, es habe sich trotz aller Sicherheitsvorkehrungen schädliche Software auf dem Computer eingenistet», wie Häni ausführt.

Keine Kompatibilitätsprobleme zu erwarten

Wer die entsprechende Infoseite von Microsoft besucht, ist einigermassen erstaunt. Der Scanner ist kostenlos – funktioniert aber nur für zehn Tage. Weshalb? «Der Scanner funktioniert nur eine bestimmte Zeit, das stimmt», bestätigt Häni. «Der Grund ist, dass nach diesem Zeitraum die Software eventuell nicht mehr aktuell ist und es ein Update braucht. Der Nutzer kann es aber so oft herunterladen, wie er will.»

Kompatibilitätsprobleme mit bereits installierter Security-Software sind laut dem obersten Sicherheitsexperten bei Microsoft Schweiz nicht zu erwarten. «Der Scanner konkurriert nicht mit allfälligen Sicherheitsvorkehrungen auf dem Computer. Wir raten einzig davon ab, gleichzeitig einen anderen Scan durchzuführen.» Ein grosser Vorteil sei, dass das Programm auch auf einem USB-Stick gespeichert werden kann. So seien Sicherheitschecks auf verschiedenen Geräten, auch solchen, die offline sind, jederzeit möglich.

Gratis muss nicht schlecht sein

Die perfekte Sicherheit gibt es bekanntlich auch im Internet nicht. Aber kann ein Gratis-Produkt einen anständigen Schutz bieten? «Verschiedene unabhängige Tests zeigen, dass es nicht unbedingt Bezahl-Software braucht, um den Computer zu schützen. Auch ich bin der Ansicht, dass für Windows-Betriebssysteme das kostenlose Programm Microsoft Security Essentials und der Microsoft Safety Scanner einen guten Schutz bieten», so Häni.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch