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17-Jähriger löste Internet-Chaos aus

Ein junger Australier hat zugegeben, unfreiwillig die Probleme bei Twitter ausgelöst zu haben.

Kann aufatmen: Twitter-Chef Evan Williams.
Kann aufatmen: Twitter-Chef Evan Williams.
Reuters

Der 17-jährige Pearce Delphin erklärte am Mittwoch, er habe nur einen Code des Programms Javascript als normalen Text in einer Nachricht eingebaut, die beim Berühren mit der Maus ein neues Fenster öffnet. Sein Experiment wurde allerdings von Hackern nachgeahmt, die den Code nutzten, um Nutzer auf Porno-Websiten weiterzuleiten oder so genannte Tweets (Kurznachrichten) so zu präparieren, dass sie sich endlos vervielfältigten.

Von den Manipulationen am Dienstag waren tausende auch prominente Twitter-Nutzer betroffen, unter anderen die frühere britische First Lady Sarah Brown, deren Nachrichten von mehr als 1,1 Millionen Menschen verfolgt werden. Auch der Sprecher des Weissen Hauses in Washington, Robert Gibbs, war betroffen.

Twitter entschuldigt sich

Twitter behob den Fehler am selben Tag und entschuldigte sich bei seinen Nutzern. Nach Angaben des Unternehmens sind mehr als 145 Millionen Menschen bei Twitter angemeldet, die mehr als 90 Millionen Tweets pro Tag absetzen.

«Ich wollte nur sehen, ob es funktioniert, (...) dass Javascript wirklich in einem Tweet benutzt werden kann», erklärte Delphin in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AFP. «Als ich die Nachricht geschrieben hatte, hatte ich keine Ahnung, dass es so abgehen würde.»

«Soweit ich weiss, ist das nicht illegal»

Er habe keinen Wurm kreiert, sondern eine Schwachstelle entdeckt, verteidigte er sich. «Soweit ich weiss, ist das nicht illegal.» Delphin, der noch bei seinen Eltern in Melbourne wohnt, war 2006 einer der ersten Twitterer in Australien überhaupt.

AFP/rek

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