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Datenschutzlücke bei Facebook entdeckt

Der Internetdienst Facebook ermöglicht es offenbar, E-Mail-Kontakte von Nichtmitgliedern auszuforschen. Datenschutzbeauftragte sind alarmiert.

Mit dem Internetdienst Facebook kann man E-Mail-Kontakte von Nichtmitgliedern ausspionieren. Das hat die «Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung» herausgefunden. Allein mit einer E-Mail-Adresse liessen sich, auch ohne das Passwort zu kennen, bis zu 20 Personen ermitteln, mit denen der Besitzer der Adresse Kontakt hatte. Der Grund sei, dass bei der Eröffnung eines Mitgliedskontos nicht geprüft wird, ob es sich tatsächlich um den Besitzer der angegebenen E-Mail-Adresse handelt.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sagte der Zeitung: «Dass die Kenntnis einer E-Mail-Adresse ausreicht, um bei Facebook recherchieren zu können, mit wem jemand in Kontakt steht, der selbst Facebook gar nicht nutzt - dies zeigt ein weiteres Mal, wie wenig Respekt Facebook vor der Privatsphäre der Internet-Nutzer hat.»Es sei geradezu grotesk, wenn ein Netzwerk, das sich sozial nennt, sein Profitstreben permanent über die Privatsphäre seiner Mitglieder stellt. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar beschäftigt sich unterdessen mit dieser Sache.

dapd/pbe

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