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Der totale Identitätsklau

Diebstahl und Missbrauch von entwendeten Online-Daten aus sozialen Netzwerken, E-Mail-Dienstleistern und Handelsplattformen beschreiben ein neues Kriminalitätsphänomen.

Angreifer verwenden mittlerweile überwiegend Schadprogramme - sogenannte trojanische Pferde - die in der Lage sind, auch fortgeschrittene, aktualisierte technische Abwehrmassnahmen zu umgehen.
Angreifer verwenden mittlerweile überwiegend Schadprogramme - sogenannte trojanische Pferde - die in der Lage sind, auch fortgeschrittene, aktualisierte technische Abwehrmassnahmen zu umgehen.

Internetkriminelle greifen zunehmend komplette digitale Identitäten von Nutzern ab. Das berichtete das deutsche Bundesinnenministerium am Mittwoch unter Berufung auf eine im eigenen Auftrag veröffentlichte Studie. Bis vor einigen Jahren standen noch vornehmlich Online-Banking-Zugangsdaten im Fokus der Täter.

Der Diebstahl und der anschliessende Missbrauch der entwendeten Daten aus sozialen Netzwerken, von E-Mail-Dienstleistern oder Handelsplattformen beschreibe ein neues Kriminalitätsphänomen, heisst es in der Studie. Das künftige Ausmass sei nicht absehbar, da neue Techniken und Plattformen immer neue Angriffsmöglichkeiten böten.

Offene Fragen im Kampf gegen Diebstahl

Die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erstellte Untersuchung führt aus, inwiefern Identitätsdiebstahl und -missbrauch die Sicherheit von E-Government und E-Business bedrohen. Zudem zeigt sie offene Fragen im Kampf gegen Diebstahl und Handel von digitalen Identitäten auf.

Auch die Vorgehensweise der Täter hat sich der Studie zufolge verändert. Angreifer verwendeten mittlerweile überwiegend Schadprogramme – sogenannte trojanische Pferde – die in der Lage sind, auch fortgeschrittene aktualisierte technische Abwehrmassnahmen zu umgehen.

Die Aufklärung der Nutzer

Die Schadprogramme gelangen den Angaben zufolge vorwiegend durch Schwachstellen im Betriebssystem oder in Softwarepaketen auf die Computer. 2009 seien die meisten Systeme durch den blossen Besuch von Internetseiten und durch präparierte PDF-Dokumente attackiert worden. Gegeninstrumente seien Standardsicherheitsmassnahmen wie Virenschutzprogramme, Firewalls sowie regelmässige Updates der Betriebssysteme und Anwendungen. Notwendig sei zudem eine umfassende Aufklärung der Internetnutzer, heisst es in der Studie.

http://www.bmi.bund.de/

http://www.bsi.bund.de/

dapd/rek

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