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«Eine ganz schön bescheuerte Entschuldigung der Blamage»

Sie legen sich aktuell mit der mexikanischen Mafia an und wollten am 5. November Facebook zerstören: Anonymous. Wer sind diese anonymen Netzaktivisten? «Zeit»-Journalist Thomas Fischermann hat Antworten.

Zwei Bewegungen, selbes Ziel: 1993 waren die Cyberpunks auf dem Cover von «Wired». Maskiertes Mitglied von Anonymous (rechts).
Zwei Bewegungen, selbes Ziel: 1993 waren die Cyberpunks auf dem Cover von «Wired». Maskiertes Mitglied von Anonymous (rechts).

Herr Fischermann, seit Wochen sorgt das Hacker-Kollektiv Anonymous für Schlagzeilen. Wie nehmen Sie diese Bewegung wahr?

Bereits in der Frühphase des Internets gab es die sogenannten Cyberpunks. Sie entdeckten die Möglichkeit, mit Hilfe des Internets Aktivismus gegen Nationalstaaten zu betreiben. Die ersten Cyberpunks waren 1993 auf dem Cover von «Wired» vermummt zu sehen und haben im Interview schon das erzählt, was die Anonymous-Bewegung heute sagt: ‹Staatliche Strukturen werden verschwinden, gemeinsam können wir alles verändern.› Das war damals eine ziemlich romantische Idee und sie wird heute wieder etwas aufgekocht. Interessant ist heute allerdings, dass Anonymous nicht von einer Elite angeführt wird. Anonymous ist eine Massenbewegung.

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