Zum Hauptinhalt springen

Ewiger Google-Rivale mit neuem Mail-Programm

Yahoo sieht sich technologisch wieder in der Spur. Die Nutzer sollen das noch in diesem Herbst merken, wenn sie einen überarbeiteten Mail-Dienst und auch neu aufbereitete Suchergebnisse bekommen.

Vor einer schwierigen Aufgabe: Die Aufmerksamkeit der Nutzer und damit das Geld der Werbeindustrie wandert immer mehr in Richtung soziale Netzwerke.
Vor einer schwierigen Aufgabe: Die Aufmerksamkeit der Nutzer und damit das Geld der Werbeindustrie wandert immer mehr in Richtung soziale Netzwerke.
Keystone

Yahoo sei entschlossen, einer der wichtigsten Anlaufpunkte für Internetnutzer zu bleiben, erklärte Yahoo-Manager Blake Irving, der seit April für die verschiedenen Produkte des Unternehmens zuständig ist.

In den nächsten drei Jahren werde Yahoo ständig neue Produkte und Neuerungen vorstellen, die den Menschen einen Grund böten, länger auf der Website von Yahoo zu bleiben und sie öfter zu besuchen. Für das Unternehmen würde das mehr Werbeeinnahmen bedeuten.

«The Best Is Yet To Come»

Die Ambitionen, die Irving für Yahoo formuliert, sind nicht neu. Ähnliches war auch schon von anderen Managern zu hören, die alle scheiterten, weil sie ihre Versprechen nicht einlösen konnten. Darunter war auch der frühere Yahoo-CEO Terry Semel, der 2004 auf einer Investmentkonferenz sogar den Frank-Sinatra-Song «The Best Is Yet To Come» spielte, um die «gute, alte Zeit» heraufzubeschwören, als Yahoo in den 90er-Jahren das erfolgreichste Internetunternehmen war.

Aber der alte Schwung kam nie wieder und Yahoo fiel stattdessen im Wettbewerb der Suchmaschinen immer weiter hinter Google zurück. Das Aufkommen und die wachsende Popularität von Netzwerken wie Facebook haben die Aufgaben nicht leichter gemacht, denn die Aufmerksamkeit der Nutzer und damit das Geld der Werbeindustrie wandern immer mehr in diese Richtung. Das sich verändernde Klima bekam auch die Yahoo-Aktie zu spüren, deren Wert sich halbierte, seit ein anderer Ex-Vorstand, Yahoo-Mitgründer Jerry Yang, im Mai 2008 ein Übernahmeangebot von Microsoft über 47,5 Milliarden Dollar ablehnte.

In den USA immer noch die Nummer 1

Statt gegen Facebook zu kämpfen, versucht Yahoo jetzt, dieses und andere Soziale Netzwerke in den eigenen Dienst einzubauen. Die Kommunikation über diese Netze soll künftig genauso wie die Mitteilungen aus Twitter im Yahoo-Mail-Eingang zu finden sein. Zudem soll das neue Mail-Programm doppelt so schnell laufen wie das alte.

Der grosse Wert, den Yahoo auf die Überarbeitung des Mail-Angebots legt, ist dadurch zu erklären, dass Yahoo-Mail in den USA immer noch der führende Dienst in diesem Bereich ist und hier (Mai 2010) mit 95 Millionen Nutzern vor Hotmail von Microsoft mit 47 Millionen und den 43 Millionen von Gmail liegt. Wann genau das neue Yahoo-Mail kommt, steht noch nicht fest. Immerhin wird schon seit einem Jahr daran gearbeitet.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch