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Google signalisiert Gesprächsbereitschaft mit Verlegern

Schweizer Verleger fordern von Google, dass ihre Medieninhalte besser geschützt werden. Erstmals äussert sich der Chef von Google-Schweiz zu den Vorwürfen.

Internetgigant: Das Google-Hauptgebäude in New York. (11. Januar 2013)
Internetgigant: Das Google-Hauptgebäude in New York. (11. Januar 2013)

Google äussert sich erstmals zu den Vorwürfen der Schweizer Verleger: Google-Schweiz-Chef Patrick Warnking erachtet das geforderte Leistungsschutzrecht als schlechte Lösung für die Nutzer, will aber künftig stärker mit den Verlagen zusammenarbeiten.

Schweizer Verleger hatten im November gefordert, dass ihre Medieninhalte besser vor unlauterer digitaler Verwertung geschützt werden. Ein Leistungsschutzrecht analog desjenigen von Fernsehunternehmen und Musikindustrie soll die Schutzlücke schliessen.

Schützen wollen sich die Verleger vor allem gegen Google. Die Verleger werfen dem Internetgiganten vor, dass das Unternehmen über seine Suchmaschine Artikel veröffentlicht, für welche es Werbegelder einstreicht, aber nicht bezahlt.

Vorbild Belgien

Warnkings Antwort: «Jeder Verlag kann selber entscheiden, ob seine Internetseiten bei Google gefunden werden», sagte er in einem Interview mit der «SonntagsZeitung». Ein Leistungsschutzrecht sei für die Nutzer schlecht. Zudem schade eine solche Reglementierung dem Internet und der Volkswirtschaft eines Landes.

In Belgien hat Google im Dezember den Streit mit den Verlegern mit einer Kooperationsvereinbarung beigelegt. Dieses Modell sieht Warnking auch als mögliche Lösung für die Schweiz.

Google verpflichtet sich dabei, in den Medien der Verlage für seine Dienste zu werben. Im Gegenzug sollen die Verleger Google-Werbedienste benutzen, um neue Leser zu gewinnen und ihre Reichweite zu steigern.

Warnking signalisiert Gesprächsbereitschaft. Google sieht, neben bereits funktionierenden punktuellen Kooperationen, eine weitere Möglichkeit darin, dass Verlage zu Vertriebspartnern von Google würden.

(SDA)

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