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Hacker angeblich im Besitz von Nato-Daten

Mitglieder der Hacker-Gruppe Anonymous haben sich nach eigener Aussage Zugriff auf Computersysteme der Nato verschafft und dabei umfangreiches Geheimmaterial gestohlen.

Armeebündnis im Visier von Hackern: Nato-Logo.
Armeebündnis im Visier von Hackern: Nato-Logo.
Keystone

Die Gruppe erklärte allerdings am Donnerstag, es wäre «unverantwortlich», den Grossteil der rund ein Gigabyte umfassenden Daten zu veröffentlichen.

Als Beweis stellte Anonymous allerdings eine PDF-Datei auf ihre Twitter-Seite, die offenbar ein auf den 27. August 2007 datiertes Dokument mit der Überschrift «Nato Geheim» enthielt. Den mutmasslichen Einbruch kommentierte die lose organisierte Gruppe gewohnt sarkastisch: «Hi Nato», hiess es auf Twitter. «Ja, wir haben noch mehr von Euren leckeren Daten.» Damit deutete Anonymous in den kommenden Tagen offenbar weitere Veröffentlichungen an.

Nato untersucht mutmasslichen Vorfall

Die Militärallianz wisse von der Verbreitung des mutmasslichen Geheimmaterials, erklärte ein NATO-Sprecher. Die Behauptungen würden derzeit von einem Team von Sicherheitsexperten untersucht.

Anonymous hat sich zu zahlreichen Cyberangriffen auf Firmen wie VISA, Mastercard und Paypal bekannt. Die Unternehmen hatten zuvor ihre Beziehungen zur Enthüllungsplattform WikiLeaks abgebrochen, die in grossem Massstab vertrauliche Dokumente der US-Regierung veröffentlicht hatte.

Bei Razzien in den USA und Europa wurden nach Behördenangaben vom Dienstag 21 mutmassliche Mitglieder der Hacker-Gruppe festgenommen. Wegen weiterer Cyberattacken auf Unternehmen und Organisationen stellte die Bundespolizei FBI 35 Haftbefehle aus.

dapd

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